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Der Norden Niedersachsens Corona-Hotspot: Gifhorn führt Ausgangssperre ein
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Corona-Hotspot – in Gifhorn gilt jetzt eine nächtliche Ausgangssperre

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19:10 11.01.2021
Am Wochenende war die Fußgängerzone von Gifhorn schon nahezu menschenleer. Kommen nun weitere Bewegungseinschränkungen?
Am Wochenende war die Fußgängerzone von Gifhorn schon nahezu menschenleer. Kommen nun weitere Bewegungseinschränkungen? Quelle: Moritz Frankenberg/dpa
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Gifhorn

Der Landkreis Gifhorn hat am Montag 259,5 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gemeldet. Wie der Landrat Andreas Ebel am Montag in einer Pressekonferenz mitteilte, werden daher nun verschärfte Corona-Regeln eingeführt. So gilt schon ab Dienstag für alle Anwohner im Kreis eine nächtliche Ausgangssperre von 20 bis 5 Uhr. Zudem wird eine zusätzliche Einschränkung der privaten Kontakte geprüft.

Keine 15-Kilometer-Regel im Kreis Gifhorn

Die Verantwortlichen im Kreis Gifhorn haben sich ausdrücklich gegen die Einführung der sogenannten 15-Kilometer-Regel entschieden, auf die sich Bund und Länder in der vergangenen Woche geeinigt hatten. Demzufolge sollte in einem Kreis mit einem Inzidenzwert über 200 die Bewegungsfreiheit der Menschen auf einen Radius von 15 Kilometern rund um ihre Wohnadresse eingeschränkt werden.

In Niedersachsen greift diese Regelung nicht automatisch. Das Land überlässt die Entscheidung den Kreisen.

Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen

Der Landkreis hatte bereits am Freitag vermutet, dass der Inzidenzwert am Wochenende die kritische 200-er-Marke überschreiten würde. Die im Vergleich zu anderen Regionen hohen Fallzahlen seien auch darin begründet, dass das Gifhorner Gesundheitsamt eine neue Strategie verfolge, bei der deutlich mehr Personen getestet werden.

Statt durch eine zusätzliche Einschränkung der Bewegungsfreiheit soll die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Gifhorn durch die Ausgangssperre und eine weitere Reduktion der Kontakte eingedämmt werden. Ziel sei es, ab 15. Januar oder spätestens 18. Januar gar keine privaten Kontakte mehr zu erlauben, erklärte Landrat Andreas Ebel. Es soll aber auch Ausnahmen geben – etwa für Personen, die Angehörige pflegen.

Die nächtliche Ausgangssperre gilt voraussichtlich bis zum 31. Januar. Auch hier soll es Ausnahmen geben – etwa bei medizinischen Notfällen oder Schichtdiensten.

Von RND/ewo