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Der Norden Erneut weniger Flüchtlinge in Niedersachsen registriert
Nachrichten Der Norden Erneut weniger Flüchtlinge in Niedersachsen registriert
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08:40 11.01.2020
Die Zahl neuankommender Flüchtlinge in Niedersachsen geht weiter zurück. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Symbolbild
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Hannover

Zum vierten Mal in Folge sind 2019 in Niedersachsen weniger Flüchtlinge angekommen als im Vorjahr. Insgesamt wurden 11 586 Menschen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für das Land registriert - mehr als jeder Dritte davon aus Syrien, wie das Innenministerium in Hannover auf Anfrage mitteilte. Das sind 13 Prozent weniger Neuankömmlinge als 2018.

Damit ist die Zahl seit 2015, als rund 102 000 Flüchtlinge gezählt wurden, konstant rückläufig. Weniger Flüchtlinge als im vergangenen Jahr kamen zuletzt 2013. Zum Ausblick auf 2020 hielt sich das Ministerium bedeckt: Eine seriöse Einschätzung sei nicht möglich.

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Häufigste Herkunftsländer unverändert

Die häufigsten Herkunftsländer blieben unverändert. Bis Ende November stellten 4318 Syrer einen Asylantrag (2018: 5579), ebenso wie 2217 Iraker (2018: 3224) und 743 Iraner (2018: 1158). Aus der Türkei und aus Afghanistan kamen je 692 Antragsteller. Zahlen für das ganze Jahr lagen bei den Herkunftsländern noch nicht vor.

Vor fünf Jahren waren die Flüchtlingszahlen auch in Niedersachsen sprunghaft angestiegen: Von 2014 auf 2015 hatte sich der Wert fast verfünffacht - von 22 400 auf 102 231. Schon im Jahr darauf fiel die Zahl jedoch auf rund 31 000 Flüchtlinge zurück, bevor sie sich 2017 auf rund 15 000 etwa halbierte.

Tausende Spätaussiedler eingetroffen

Neben den Flüchtlingen sind in Niedersachsen im vergangenen Jahr auch wieder Tausende deutschstämmige Spätaussiedler eingetroffen. In Friedland bei Göttingen wurden bis Mitte Dezember 7133 Menschen registriert. Die meisten Spätaussiedler stammten aus Russland und Kasachstan, viele von ihnen haben Verwandte in Deutschland.

Unter Spätaussiedlern versteht das Bundesinnenministerium Zuwanderer, die im Ausland in deutschen Minderheiten gelebt haben und später in die Heimat ihrer Vorfahren nach Deutschland zurückkehren, um sich dort dauerhaft niederzulassen.

Von dpa/lni