Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Der Norden „Flaminia“-Abfahrt in Wilhelmshaven verzögert sich weiter
Nachrichten Der Norden „Flaminia“-Abfahrt in Wilhelmshaven verzögert sich weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:03 20.01.2013
Die „Flaminia“ war im Juli 2012 auf dem Atlantik in Brand geraten und liegt jetzt am JadeWeserPort. Quelle: dpa (Archiv)
Anzeige
Wilhelmshaven

Die Abfahrt des ausgebrannten Containerschiffs „Flaminia“ aus Wilhelmshaven verzögert sich. Der Frachter liegt immer noch am JadeWeserPort in Wilhelmshaven. Die Reederei NSB in Buxtehude wollte die „Flaminia“ nach langwierigen Entsorgungsarbeiten eigentlich bereits in Rumänien auf einer Werft reparieren lassen. Die entsprechenden Auflagen dafür seien jedoch noch nicht erfüllt, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums in Hannover. Unter anderem ist das Entsorgungskonzept für den Schrott an Bord noch nicht ausreichend.

Die „Flaminia“ war im Juli 2012 auf dem Atlantik in Brand geraten. Nach wochenlangem Streit um Zuständigkeiten wurde sie Anfang September nach Wilhelmshaven geschleppt.

Anzeige

Vor dem Auslaufen müssen mehrere Behörden ihre Zustimmung geben, darunter das Umweltministerium, das Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg und die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest im ostfriesischen Aurich.

Unklar ist auch, wie stark die 20 000 Tonnen Löschwasser an Bord verschmutzt sind und wo sie entsorgt werden. Zudem sind noch Stahlschrott und verbrannte Reste der Ladung auf dem knapp 300 Meter langen Schiff.

Bei dem Brand auf der Fahrt von den USA nach Europa starben zwei Seeleute, einer wird seitdem vermisst. Zunächst wollte kein Land einen Notliegeplatz bereitstellen. Nach wochenlangem Warten und schwierigen Löscharbeiten auf See konnte das Schiff schließlich unter Regie des deutschen Havariekommandos Cuxhaven zur Entsorgung im JadeWeserPort festmachen. Die „Flaminia“ hatte 2876 Container an Bord, darunter 153 mit Gefahrgut. Mehr als 1000 Boxen waren entweder über Bord gegangen oder zusammengeschmolzen. 

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Mehr zum Thema

Das Cuxhavener Havariekommando wird seinen Einsatz für den Unglücksfrachter „Flaminia“ an diesem Freitag beenden. Alle noch schwelenden Container seien von Bord geholt, sagte der Leiter des Havariekommandos, Hans-Werner Monsees, am Mittwoch in Wilhelmshaven.

07.11.2012

Ein deutsches Expertenteam soll in den kommenden Tagen an Bord des havarierten Containerfrachters „Flaminia“ den Zustand des Schiffes untersuchen. Zu dem Team würden Gefahrgutexperten, Chemiker und ein Bergungsfachmann gehören, teilte das Havariekommando in Cuxhaven am Mittwoch mit.

22.08.2012

Die Entladung des havarierten Frachters „Flaminia“ wird sich voraussichtlich noch zwei Monate hinziehen. Als grober Zeitpunkt für ein Ende der Arbeiten werde der Jahreswechsel angepeilt, sagte ein Sprecher der Reederei NSB in Buxtehude am Montag.

29.10.2012