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Der Norden Kampfmittelräumer wollen mehr Geld
Nachrichten Der Norden Kampfmittelräumer wollen mehr Geld
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18:25 10.09.2013
Vor der niedersächsischen Nordseeküste lagern noch tausende Tonnen Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Vor Niedersachsens Nordseeküste warten noch Tausende Tonnen Weltkriegsmunition auf ihre Bergung - einige der eingesetzten Kampfmittelräumer wollen vom Land nun mehr Geld für ihren Einsatz. In einem Musterprozess muss das Bundesarbeitsgericht entscheiden, ob den Experten neben einer allgemeinen Gefahrenzulage auch eine Sonderprämie für das Entschärfen besonders gefährlicher Bomben zusteht. Ein Kampfmittelräumer klagt auf Zahlung von 60 000 Euro. Eine Entscheidung wird es erst im kommenden Jahr geben, sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag in Erfurt.

Das Land rechnet nach Angaben des Innenministeriums nicht damit, dass sich die Kosten der noch Jahre dauernden Sprengstoffbeseitigung an der Küste massiv verteuern. Mir ihrer Klage hatten die Kampfmittelexperten in den unteren Instanzen bislang keinen Erfolg:
Das Landesarbeitsgericht hatte im Juli entschieden, dass es die beim Entschärfen von Bomben mit Langzeitzünder gezahlte Prämie nicht für das Sprengen von Bomben im Wasser gibt. Neben dem Kläger verlangen vier weitere Kampfmittelräumer eine Zulage für das Sprengen von 104 Wasserbomben bei Wilhelmshaven im Frühjahr 2011, berichtete die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

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Der Tarifvertrag der Kampfmittelräumer sieht eine Sonderprämie von 567,53 Euro vor, wenn sie eine Bombe mit Langzeitzünder entschärfen oder abtransportieren. Die Sprengexperten sind der Ansicht, dass das Sprengen von Bomben im Wasser einer Entschärfung gleichzusetzen ist. Aus Sicherheitsgründen würden diese Bomben nicht zur Entschärfung an Land gebracht und sie hätten immer einen Langzeitzünder. Das Land sieht sich nach der Tarifregelung nicht zur Zahlung der Zulage verpflichtet. Einen Teil der Arbeiten an den 104 Bomben in Wilhelmshaven habe zudem ein privates Unternehmen übernommen.

dpa

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