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Der Norden Kaserne soll bis zu 1000 Flüchtlinge aufnehmen
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11:58 07.09.2015
Bereits am 16. September sollen die ersten Flüchtlinge in der Lützow-Kaserne untergebracht werden. Quelle: dpa
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Schwanewede

„Die Situation spitzt sich dramatisch zu“, sagte Alexander Götz (SPD) vom niedersächsischen Innenministerium am Montag in Schwanewede.  „Wir brauchen Notunterkünfte, die wir befristet öffnen.“ Allein an diesem Wochenende seien über 1000 Flüchtlinge in Niedersachsen aufgenommen worden. Zunächst für acht Monate wird die Kaserne als Notunterkunft dienen.

Nach den Planungen sollen bereits am 16. September die ersten Flüchtlinge in der Lützow-Kaserne untergebracht werden. Die Bundeswehr gibt - wie lange geplant - den Standort auf, letzte Soldaten werden bis Ende September abziehen. „Die Menschen sollen die Chance haben, hier erst mal zur Ruhe zu kommen“, sagte Bürgermeister Harald Stehnken (SPD). Die Stimmung der Bevölkerung sei sehr gut, viele wollten helfen. Es sei aber eine große Aufgabe für die Gemeinde mit ihren rund 20.000 Einwohnern. In diesem Jahr kamen bislang 75 Flüchtlinge, insgesamt leben in der Gemeinde 200 Asylbewerber.

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dpa

Die Lützow-Kaserne

Mit dem Bau der Lützow-Kaserne wurde 1956 auf dem gut 67 Hektar großen Gelände begonnen. Im Februar 1958 wurden dort die ersten Panzergrenadiereinheiten der Bundeswehr stationiert. Das Kasernengelände grenzt an das Ortszentrum von Schwanewede. Zuletzt wurde die Kaserne vom Kommando Schnelle Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes, der Logistikschule der Bundeswehr und dem Werftfliegerunterstützungszug der Marine genutzt.  Das Verteidigungsministerium hatte bereits im Oktober 2011 entschieden, den Standort im dritten Quartal 2015 zu schließen. Anfang Juni gab es den letzten Appell, die Truppenfahne wurde eingeholt. Der Name der Kaserne geht auf den preußischen Generalmajor, Freiherr Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow (1782- 1834) zurück.

Lützow ist vor allem durch das nach ihm benannte Freikorps der preußischen Armee, die "Schwarzen Jäger", bekanntgeworden. Lützow-Kasernen gibt es auch in Münster und Aachen.  Auf dem Kasernengelände in Schwanewede stehen 74 Gebäude, darunter 25 Unterkunftsgebäude für ursprünglich rund 5000 Soldaten. Dazu zählen zudem Wirtschafts-, Schulungs- und Sanitätsgebäude sowie eine Sporthalle.

In der Kleinstadt Schwanewede leben rund 10.000 Einwohner, in der Gemeinde Schwanewede sind es gut 20.000. Die Gemeinde Schwanewede gehört zum Landkreis Osterholz und entstand am 1. März 1974 durch eine Gebietsreform in Niedersachsen. Die nächst größere Stadt ist Bremen

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