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Der Norden Landesbischof Meyns warnt vor völkischem Denken
Nachrichten Der Norden Landesbischof Meyns warnt vor völkischem Denken
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11:14 02.01.2020
Bereits zum AfD-Bundesparteitag hatte Landesbischof Meyns klar Stellung bezogen und an die Grundwerte des christlichen Glaubens appelliert. Jetzt warnt er vor Angstmacherei durch rechtsextreme Bewegungen. Quelle: epd
Wolfenbüttel

Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns warnt vor Populismus und einem zunehmenden völkischen Denken. „Wir stehen vor einer tiefgreifenden Veränderung politischer Beteiligungen“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst. Klassische Institutionen wie Gewerkschaften, Parteien und Kirchen verlören immer mehr an Bindungskraft. An deren Stelle träten dann oft instabile, diffuse Bewegungen. „Da wird häufig mit Angstmacherei und hoher Emotionalität gearbeitet“, erklärte der evangelische Bischof.

Nach seiner kritischen Rede bei der Kundgebung gegen den AfD-Bundesparteitag in Braunschweig Ende November habe er auch negative Zuschriften bekommen. Ihm sei es jedoch nicht um die Wähler oder alle Mitglieder der AfD gegangen, sagte Meyns. Die AfD habe aber längst eine offene rechte Flanke. „Ich verwahre mich gegen völkische Positionen und dagegen, wenn die Grundsätze des Grundgesetzes nicht mehr ernstgenommen werden.“ Christen müssten aus ihrem Glauben heraus Position beziehen.

Ertrinken lassen nicht mit Christentum vereinbar

Ganz bewusst habe er bei der Kundgebung aus der biblischen Bergpredigt gelesen, in der es um Frieden, Barmherzigkeit und Menschlichkeit gehe, sagte Meyns. „Wenn man die Seligpreisungen der Bergpredigt Jesu öffentlich zitiert, werden sie zu einem politischen Text.“ Weltweit würden Parteien von Politikern gekapert, die Probleme vereinfachten und populistisch agierten.

Meyns über die Initiative der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD), sich an der Seenotrettung im Mittelmeer mit einem Schiff zu beteiligen. „Menschen ertrinken zu lassen, ist mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren.“ Meyns mahnte zudem, die unhaltbaren Zustände in den Flüchtlingslagern und die zahlreichen Menschen, die auf ihren Flüchtlingsrouten bereits in den Wüsten sterben, im Blick zu behalten.

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Von RND/epd

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