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Der Norden Zwölf Jahre Haft für gewaltsame Tötung der Ehefrau
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Landgericht Osnabrück: Zwölf Jahre Haft für gewaltsame Tötung der Ehefrau

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18:55 21.06.2021
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht (Symbolbild).
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht (Symbolbild). Quelle: Oliver Berg/dpa
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Osnabrück

Nach dem gewaltsamen Tod seiner Ehefrau hat das Landgericht Osnabrück einen Mann aus Nordhorn zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe wegen Totschlags verurteilt. Das Gericht sei der Überzeugung gewesen, dass der heute 50 Jahre alte Deutsche im September vergangenen Jahres seine Ehefrau im Schlafzimmer des gemeinsamen Hauses erstickt habe und die Tat als Selbsttötung habe kaschieren wollen, sagte der Vorsitzende Richter am Montag. Neben der Spurenlage spreche auch die nicht glaubwürdige Aussage des Mannes für die Tat. Der genaue Ablauf der Tötung habe sich nicht mehr rekonstruieren lassen. (Az.: 6 Ks 15/20)

Hintergrund der Gewalttat waren nach Überzeugung des Gerichts Trennungsabsichten der Ehefrau. Sie habe ihren Mann seit Beginn vergangenen Jahres verdächtigt, eine Beziehung zu einer anderen Frau gehabt zu haben. Gleichzeitig habe das spätere Opfer über ein Online-Spiel Kontakt zu einem anderen Mann gefunden. Der Angeklagte habe das Ende der Beziehung nicht akzeptieren wollen, sondern habe immer wieder seine Ehefrau nach einer Fortführung der Ehe gefragt.

Revision kann noch beantragt werden

Während der Verhandlung hatte die Verteidigung unter Ausschluss der Öffentlichkeit erklärt, die Ehefrau sei beim einvernehmlichen Sex mit dem Angeklagten zu Tode gekommen. Die Erklärungen des Angeklagten passten allerdings nicht zur Spurenlage, sagte der Richter. Gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil kann noch Revision beim Bundesgerichtshof beantragt werden.

Von RND/dpa