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Der Norden Live: „Spectrum of the Seas“ verlässt Papenburg – im Rückwärtsgang
Nachrichten Der Norden Live: „Spectrum of the Seas“ verlässt Papenburg – im Rückwärtsgang
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08:50 20.03.2019
Das Kreuzfahrtschiff "Spectrum of the Seas" am Baudock der Meyer Werft. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
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Papenburg

Mit rund 12 Stunden Verspätung hat das neugebaute Kreuzfahrtschiff „Spectrum of the Seas“ am Mittwochmorgen die Meyer-Werft in Papenburg in Richtung Nordsee verlassen. Die Emsüberführung war am Dienstag verschoben worden, weil der Wasserstand des Flusses laut Werft zu hoch war. Von Papenburg aus soll der 347 Meter lange Kreuzer über die Ems ins Meer überführt werden. Dazu muss das Schiff zunächst die Dockschleuse in Papenburg und dann das Emssperrwerk passieren. Der Sprecher der Meyer-Werft zeigte sich am Mittwoch optimistisch. „Es ist windstill und das Wasser ist ruhig. Alles sieht gut aus“, erklärte er.

Die Überführung im Livestream 

Das Schiff wird nun einen Tag später, also am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr, den Hafen in Eemshaven erreichen. Er ist für das Schiff der letzte Stopp vor der Nordsee. Weitere Verschiebungen seien wegen Wind und Wetter allerdings möglich, wie die Werft mitteilte. 

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Das Team der Lotsenbrüderschaft Emden hat bei der Emspassage das Kommando auf dem Schiff. Wegen der besseren Manövrierbarkeit wird die „Spectrum of the Seas“ die Fahrt im Rückwärtsgang absolvieren. Zwei Schlepper helfen bei der Überführung.

Für die Meyer-Werft ist es die 38. Überführung auf der gestauten Ems. Das Spektakel lockt jedes Mal Tausende Schaulustige an, Zehntausende verfolgen es im Internet. Umweltschützer kritisieren die Belastung für den Fluss und seine Ufer.

Konventioneller Antrieb für das neue Schiff

Erst im Dezember hatte die Werft mit der „Aidanova“ das erste Kreuzfahrtschiff mit LNG als Treibstoff abgeliefert. Die „Spectrum of the Seas“ wird noch konventionell vier finnischen Wärtsilä-Dieseln und Schweröl als Treibstoff angetrieben. An Bord gibt es jedoch eine Abgasreinigungsanlage.

Mehr lesen: Wie schädlich sind Kreuzfahrtschiffe?

Von RND/dpa/Frank Behling