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Der Norden Metall-Warnstreiks in Niedersachsen gestartet
Nachrichten Der Norden Metall-Warnstreiks in Niedersachsen gestartet
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11:07 29.04.2012
Foto: Der erste Warnstreik fand am Sonntagmorgen in Gifhornvor dem Tor eines Metallbetriebes statt.
Der erste Warnstreik fand am Sonntagmorgen in Gifhornvor dem Tor eines Metallbetriebes statt. Quelle: dpa
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Gifhorn

Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie haben die Beschäftigten in der Nacht zum Sonntag auch in Niedersachsen mit Warnstreiks begonnen. Im Gifhorner Werk des Autozulieferers Continental traten kurz nach Mitternacht rund 200 Kollegen der Nachtschicht in den Ausstand, wie die IG Metall berichtete. Auch die Beschäftigten des Drahtanbieters Essex und des Kabelherstellers Nexans in Bramsche (Kreis Osnabrück) legten in der Nacht ihre Arbeit nieder. Dort habe sich die gesamte Belegschaft der Nachtschicht an dem Warnstreik beteiligt, sagte ein Sprecher der IG Metall in Osnabrück am Sonntagmorgen.

Insgesamt legten nach Angaben der IG Metall in Niedersachsen etwa 500 Beschäftigte vorübergehend ihre Arbeit nieder. Auch bei dem Autozulieferer KSM Castings in Hildesheim, beim Verpackungshersteller Haendler & Natermann in Hannoversch Münden und bei Bosch in Salzgitter waren Warnstreiks von der IG Metall angekündigt worden. Wie viele Mitarbeiter in der Nacht dem Aufruf folgten, war am Morgen noch nicht bekannt.

Für Anfang und Mitte Mai sind weitere Warnstreiktage vorgesehen. Die erste Großkundgebung hat die IG Metall für den kommenden Mittwoch (2. Mai) in Lehrte bei Hannover organisiert.

Die Gewerkschaft verlangt 6,5 Prozent mehr Lohn, faire Bedingungen für Leiharbeiter und die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten. Die Arbeitgeber hatten zuletzt ein Plus von 3 Prozent angeboten und die übrigen Forderungen abgelehnt. Nachdem auch die dritte Runde der Verhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche in Niedersachsen ergebnislos geblieben war, wurden die Tarifgespräche auf den 9. Mai vertagt.

dpa

28.04.2012
Heike Manssen 27.04.2012
Klaus Wallbaum 27.04.2012