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Der Norden Mindestens 100 Euro mehr im Monat? Niedersachsen prüft Dorflehrerprämie
Nachrichten Der Norden Mindestens 100 Euro mehr im Monat? Niedersachsen prüft Dorflehrerprämie
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14:47 14.08.2019
Wir brauchen mehr Lehrer auf dem Land: Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Weil gerade Ober-, Haupt- und Realschulen auf dem Land immer mehr Probleme haben, Lehrer zu finden, prüft Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) die Einführung einer Art Dorflehrerprämie in strukturschwachen Gegenden. Unterm Strich müsse für die Pädagogen mehr herauskommen, sagte der Minister am Mittwoch in Hannover.

Dorflehrerprämie wird zunächst in drei Modellregionen gezahlt

Der Zuschlag müsse spürbar sein, sagte Tonne. Die Rede war von einem dreistelligen Betrag, also mindestens 100 Euro monatlich. Nun gelte es, eine rechtssichere Lösung zu erarbeiten. Natürlich sei es möglicherweise unfair gegenüber den Lehrern, die an diesen Schulen bereits unterrichteten, sagte Tonne, aber man müsse neue Wege gehen und könne dauerhaften Unterrichtsausfall an bestimmten Standorten nicht akzeptieren.

Die Dorflehrerprämie soll zunächst in fünf Modellregionen ausgezahlt werden. Um welche Regionen es sich handelt, wollte Tonne zunächst nicht sagen. Traditionell hätten aber Südniedersachsen, die Küstenregionen und die Lüneburger Heide Schwierigkeiten, Pädagogen für freie Stellen zu finden. Auch das sogenannte Distanzlernen, in dem Lehrer etwa über Videokonferenzen unterrichten, sei eine Möglichkeit, die man ausbauen müsste.

Zudem sollen auch Gymnasiallehrer, die sich verpflichten, drei Jahre an einer Sekundarstufen-I-Schule zu unterrichten, später eine Einstellungsgarantie an einem Gymnasium bekommen.

Gymnasiallehrer müssen an Oberschulen aushelfen

Von den 1900 für dieses Schuljahr ausgeschriebenen neuen Stellen sind laut Tonne bislang 1712 besetzt, es würden laufend mehr. Das Einstellungsverfahren läuft noch bis Ende August.

Die Unterrichtsversorgung werde wohl bei 99,8 Prozent liegen, an den Gymnasien und Grundschulen über 100 Prozent, an den anderen Schulformen darunter.

Um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen, sind auch im neuen Schuljahr wieder Abordnungen nötig: Nach derzeitigen Stand müssen 536 Gymnasiallehrer stundenweise an Grundschulen aushelfen, im vergangenen Sommer waren es 362. Deutlich höher ist die Zahl der Gymnasiallehrer, die an Haupt-, Real- und Oberschulen aushelfen müsse, das sind 879 Pädagogen, die 6882 Stunden unterrichten. Im Sommer 2018 waren es 566 Lehrer, die für insgesamt knapp 4000 Stunden abgeordnet waren.

Von Saskia Döhner

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