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Der Norden Ministerium will Wölfe intensiv überwachen
Nachrichten Der Norden Ministerium will Wölfe intensiv überwachen
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21:24 06.05.2015
Von Kristian Teetz
In Niedersachsen sind immer mehr Wölfe unterwegs.
In Niedersachsen sind immer mehr Wölfe unterwegs. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Hannover. Das niedersächsische Umweltministerium will das Munsteraner Wolfsrudel intensiver überwachen. Erste Maßnahmen seien bereits vor einigen Wochen veranlasst worden. Nun wird in den kommenden Tagen für das verstärkte Monitoring laut Ministerium eine zusätzliche Fachkraft vor Ort eingesetzt, um die ehrenamtlichen Wolfsberater zu unterstützen. Tiere aus dem Rudel waren in der jüngsten Vergangenheit wiederholt in der Nähe von Menschen aufgetaucht.

Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) sagte in Hannover vor Wolfsberatern und der Landesjägerschaft, die Ursachenforschung für das auffällige Verhalten des Munsteraner Rudels habe „hohe Priorität, um dort, wo notwendig, mit geeigneten Mitteln und angemessen reagieren zu können“. Die Sicherheit des Menschen stehe dabei immer an erster Stelle, sagte Wenzel weiter. Außerhalb des Truppenübungsplatzes Munster erfolge das Monitoring in Kooperation mit der Landesjägerschaft.

Zudem kündigte der Minister an, dass ein Wolfsbüro im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingerichtet wird. Dieses werde mit drei Stellen ausgestattet. Das Büro soll sich unter anderem mit Meldungen über Nutztierrisse einschließlich der Auszahlungen befassen. Zudem soll es die Öffentlichkeitsarbeit verstärken und Anträge auf Präventionsmaßnahmen bearbeiten. „Die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen wird von den Nutztierhaltern bislang gut nachgefragt“, sagte Wenzel. „Wir arbeiten weiter daran, die zügige Bearbeitung zu gewährleisten.“

Wenzel fordert zudem eine bundesweite Melde- und Dokumentationsstelle für den Wolf. Dort sollen „alle Beobachtungen und Bewertungen zu Wolfssichtungen zusammengeführt und über einen bundeseinheitlichen Umgang mit auffälligen Wölfen beraten werden“. Diese Forderung will Wenzel bei der nächsten Umweltministerkonferenz in diesem Monat vortragen. Mit dem Wolfskonzept, der Kooperation, dem finanziellen Ausgleich von Nutztierrissen und der Förderung von Präventionsmaßnahmen habe das Land schon jetzt wichtige Voraussetzungen für den Umgang mit dem Wolf geschaffen, sagte Wenzel weiter.

06.05.2015
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