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Der Norden Marktplatz, Kirche, Kirmes: Ungewöhnliche Impforte in Niedersachsen
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Niedersachsen: Marktplatz, Kirche, Kirmes: Ungewöhnliche Impforte

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10:13 06.08.2021
Längst übersteigen die Impfstoff-Vorräte die Nachfrage. Die Kommunen in Niedersachsen bemühen sich dennoch, möglichst viele für eine Impfung gegen das Coronavirus zu gewinnen - und sind dafür mit mobilen Impfteams auch an eher ungewöhnlichen Orten zur Stelle.
Längst übersteigen die Impfstoff-Vorräte die Nachfrage. Die Kommunen in Niedersachsen bemühen sich dennoch, möglichst viele für eine Impfung gegen das Coronavirus zu gewinnen - und sind dafür mit mobilen Impfteams auch an eher ungewöhnlichen Orten zur Stelle. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/Frank Rumpenhorst/Markus Scholz/dpa
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Hannover

Viele Städte und Kommunen in Niedersachsen setzen neben ihren Impfzentren auch auf ungewöhnliche Impfaktionen, um Menschen Angebote für Corona-Schutzimpfungen machen. Meist setzen die Kommunen auf mobile Teams und Impfbusse, die etwa gezielt frequentierte Orte ansteuern. Beispiele für besondere Impfaktionen:

In den Städten Oldenburg und Osnabrück sind Impfmobile unterwegs, die etwa vor Supermärkten halten. Auch die Stadt und Region Hannover setzen auf dezentrale Impfangebote. Dazu macht ein Großraumrettungswagen der Feuerwehr an verschiedenen Orten Station: Etwa auf Park- und Marktplätzen oder vor Spielplätzen. In der ersten Woche der Aktion, zwischen dem 26. und 30. Juli wurden in hannoverschen Stadtteilen insgesamt 544 Menschen geimpft.

Impfen auf der Kirmes

In Göttingen lud ein mobiles Impfteam Passanten an einem Samstag Mitte Juli zu spontanen Impfungen in der Fußgängerzone vor dem alten Rathaus ein. Titel der Aktion: „Shoppen, bummeln, impfen“. Der Landkreis Hameln-Pyrmont will Interessierten eine Corona-Impfung an diesem Samstag (7. August) im Rahmen eines Street Food Festivals in Hameln schmackhaft machen, wie die Kreisverwaltung ankündigte.

Darauf dass Freizeitvergnügen und Corona-Schutzimpfungen zusammenpassen, setzt auch der Landkreis Vechta. Am Samstag (7. August) soll für Besucher einer Kirmes auf dem Stoppelmarktgelände in Vechta ein Impfbus bereit stehen. Landrat Herbert Winkel (CDU) hofft, dass durch die Aktion besonders Familien sowie junge, noch unentschlossene Menschen erreicht werden.

Johnson und Johnson zum Gottesdienst dazu

Auch im Landkreis Rotenburg (Wümme) war zuletzt ein Impfbus unterwegs. Der Truck hielt unter anderem auf dem Rasthof Ostetal an der A1 bei Sittensen, um vor allem Fernfahrer zu impfen.

In Delmenhorst können sich Kurzentschlossene nahezu jeden Freitag bei einer religiösen Gemeinschaften oder in Kirchen impfen lassen. Ein mobiles Impfteam fährt abwechselnd Stationen in unterschiedlichen Stadtteilen an, wie ein Stadtsprecher sagte. An diesem Freitag (6. August) etwa stehen etwa 150 Dosen von Johnson und Johnson in der Lutherkirche in Delmenhorst-Stickgras parat.

Und auch vor Fußballspielen gab es im Nordwesten schon Impfaktionen. Beispielsweise konnten sich Fans des VfL Wolfsburg, des VfL Osnabrück, von Eintracht Braunschweig und von Werder Bremen vor Heimspielen ihrer Mannschaften im Stadion-Umfeld impfen lassen.

Von RND/dpa/lni