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Der Norden Niedersachsen trotzen Pfingstwetter
Nachrichten Der Norden Niedersachsen trotzen Pfingstwetter
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16:02 20.05.2013
Foto: Trotz durchwachsenem Wetter kamen viele Besucher zu den Veranstaltungen im Norden. Auch zum Mühlentag in den Hermann-Löhns-Park in Hannover.
Trotz durchwachsenem Wetter kamen die Besucher in Scharen. Auch zum Mühlentag in den Hermann-Löhns-Park. Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Hannover

Gladiatorenkämpfe, Gartenfestivals, Mühlentag, Straßentheater und Viehaustrieb: Zehntausende Menschen haben trotz durchwachsenem Wetter in Niedersachsen das Pfingstwochenende für einen Ausflug genutzt. Auch an der der Nordseeküste, auf den ostfriessischen Inseln und im Harz genossen tausende Kurzurlauber und Tagesausflügler die freien Tage. Während es bei der Anreise auf Autobahnen lange Staus gegeben hatte, verlief der Rückreiseverkehr nach Angaben der Autobahnpolizei am Pfingstmontag bis zum Nachmittag ohne Probleme. „Es sind zwar viele Autos auf den Autobahnen unterwegs, der Verkehr fließt aber verhältnismäßig gut“, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei in Garbsen am Nachmittag.

Tourismusverbände und Kurverwaltungen äußerten sich zufrieden über den Verlauf des Pfingstwochenendes. „Bei uns auf der Insel Langeoog waren fast alle Quartiere ausgebucht. Viele Ausflügler sind am Strand unterwegs, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wir können uns nicht beklagen“, sagte beispielsweise Thomas Pree von der Kurverwaltung Langeoog am Montag.

Rund 20.000 Besucher kamen nach Polizeiangaben zum internationalen Straßentheater nach Holzminden. An zehn Spielorten zeigten dort 15 Theatergruppen und Einzelkünstler 45 Aufführungen. Nicht nur für die Kulturinteressierten sei es ein schönes Fest gewesen. Auch aus Sicht der Polizei sei es gut gelaufen.

Der Museumspark in Kalkriese bei Osnabrück lockte rund 15.000 Menschen an. Bei den Römer- und Germanentagen habe unter anderem die Gladiatorenschule aus Trier gezeigt, wie vor 2000 Jahren antike Zirkusvorstellungen ausgesehen haben müssen, sagte eine Museumssprecherin. Kalkriese ist wahrscheinlich der Ort, an dem sich Römer und Germanen im Jahr 9 nach Christus die Varusschlacht lieferten.

Auch Philipp Oppermann, Geschäftsführer des Internationalen Wind- und Wassermühlen-Museums in Gifhorn, ist zufrieden. „Zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag waren viele Gäste bei uns. Es lief alles gut,“ sagte Oppermann. Auf dem Freigelände sind mehr als ein Dutzend Nachbauten von Mühlen zu sehen.

Vor allem Wanderer zog es in den Harz, um die Natur auf den zahlreichen Wanderwegen zu genießen, sagte ein Sprecher der Polizei in Braunlage. Zahlreiche Menschen kamen aber auch zum Viehaustrieb in Wildemann. Bei der traditionellen Veranstaltung werden mit Glocken und Blumen geschmückte Kühe der seltenen Rasse „Harzer Rotes Höhenvieh“ auf die Bergwiesen getrieben. Wie jedes Jahr zu Pfingsten seien auch viele Motorradfahrer mit ihren Maschinen auf den Straßen im Mittelgebirge unterwegs gewesen. Zu größeren Unfällen sei es aber nicht gekommen.

dpa

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