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Der Norden Reservistenverband fordert allgemeine Dienstpflicht
Nachrichten Der Norden Reservistenverband fordert allgemeine Dienstpflicht
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00:15 24.02.2017
Hans-Dieter Schwind fordert eine allgemeine Dienstpflicht von zwölf Monaten. Quelle: Thomas Tschörner
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Wunstorf

Im Offizierheim des Fliegerhorstes Wunstorf präsentierte Schwind vor Politikern, Soldaten und Reservisten, darunter auch Landtagsvizepräsident Karl-Heinz Klare (CDU) und Grünen-Landtagsfraktionschefin Anja Piel, seine Vorstellung einer zwölfmonatigen Dienstzeit. "Auf der Münchener Sicherheitskonferenz sind mehr Anstrengungen für die Nato gefordert worden." Dies bedeute nicht zuletzt, dass mehr Geld ausgegeben werden müsse. Die Zusatzkosten für die Bundeswehr würden auf etwa 24 Milliarden Euro beziffert. Eine Dienstpflicht könne zumindest die Personalengpässe abfedern. Nach Schwinds Vorstellung soll das Pflichtjahr wahlweise bei der Bundeswehr, im Zivildienst oder der Entwicklungshilfe abgeleistet werden können. Frauen sollten den Dienst nur freiwillig leisten, weil sie "anderweitig im Leben gefordert" seien.

Die Bundeswehr biete zudem Integrationsmöglichkeiten, sagte der promovierte Jurist, der von 1974 bis 2001 den Lehrstuhl für Kriminologie, Strafvollzug und Kriminalpolitik an der Ruhr-Universität Bochum innehatte und von 1978 bis 1982 niedersächsischer Justizminister war. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund lernten sich besser kennen. Der 80-jährige Schwind ist Oberstleutnant der Reserve und der letzte noch lebende von 23 Gründern des 1960 ins Leben gerufenen Reservistenverbandes.

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Staatssekretär Stephan Manke aus dem Innenministerium lobte die Arbeit der Reservisten, die einen unverzichtbaren Beitrag zur Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft leisteten. Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise seien Angehörige der Reserve maßgeblich beteiligt gewesen. Die Reserve werde an Bedeutung gewinnen, so wie auch die Landes- und Bündnisverteidigung, sagte Generalleutnant Peter Bohrer, stellvertretender Inspekteur der Streitkräftebasis. "In allen Aufgaben werden wir künftig vermehrt Reservisten brauchen."

Im Offizierheim des Fliegerhorstes Wunstorf haben sich Soldaten, Reservisten und Politiker zum Jahresessen der Landesgruppe Niedersachsen des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr getroffen. Quelle: Thomas Tschörner

Von Thomas Tschörner