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Der Norden Hund bei Hitze im Auto: Polizei schlägt Scheibe ein
Nachrichten Der Norden Hund bei Hitze im Auto: Polizei schlägt Scheibe ein
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18:06 08.06.2018
Die Polizei musste in Lüneburg einen Hund aus einem Auto befreien. Quelle: dpa
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Lüneburg

Erneut haben zwei Hundebesitzer ihr Haustier trotz Hitze und praller Sonne im Auto gelassen. Die Polizei in Lüneburg musste daher die Scheiben eines Fahrzeugs einschlagen, um den Hund zu befreien und ihm Wasser zu geben. Denn der kleine Vierbeiner habe bereits apathisch gewirkt, teilten die Beamten mit.

Zeugin spendet mit Bettlaken Schatten

Eine aufmerksame Zeugin hatte den Hund in dem Auto bemerkt. Das Fahrzeug war in der prallen Sonne abgestellt. Die Frau versuchte deshalb, mit einem Bettlaken Schatten zu spenden und Wasser für den Hund zu organisieren. Außerdem hatte sie probiert, die Hundebesitzer in einem nahe gelegenen Fahrradgeschäft zu finden. Schließlich rief sie jedoch die Polizei.

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Für die 18-jährige Hundebesitzerin und ihrem 63-jährigen Begleiter hat die Polizei nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Die beiden waren erst wieder am Auto eingetroffen, als die Polizei den Hund bereits längst mit Wasser versorgt hatte.

Gefahr für Kinder und Tiere

Immer wieder müssen Einsatzkräfte Hunde und auch Kinder bei Hitze aus Autos befreien. Am Donnerstag hatten Eltern in Paderborn ihr vier Monate altes Kind bei 35 Grad in ihrem Pkw auf dem Parkplatz eines Möbelhauses zurückgelassen. Im Mai hatten Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr in Hannovers Innenstadt bei Hitze einen Hund aus einem verschlossenen Auto befreit.

Auch mit leicht geöffneten Scheiben können die Temperaturen selbst bei im Schatten abgestellten Autos auf über 50 Grad ansteigen. Dies kann zu einer tödlichen Gefahr für Tiere und Kinder werden.

Von sp/RND