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Der Norden Niedersachsen beantragen am zweithäufigsten Privatinsolvenz
Nachrichten Der Norden Niedersachsen beantragen am zweithäufigsten Privatinsolvenz
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13:21 21.03.2019
Niedersachsen beantragen überdurchscnittlich häufig Privatinsolvenz. Quelle: dpa
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Hannover

Niedersachsen liegt bei der Zahl der Privatinsolvenzen im Bundesvergleich auf Platz Zwei. 2018 meldeten 11.872 Menschen eine Privatinsolvenz an, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Schuldenbarometer der Hamburger Auskunftei Crifbürgel hervorgeht. Das sind 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf 100.000 Einwohner kamen so 150 Pleiten. Absolut gesehen landete Nordrhein-Westfalen mit 22.329 Privatinsolvenzen auf Platz Eins.

Das kleinste Bundesland Bremen belegte im relativen Vergleich erneut den ersten Platz: Pro 100.000 Einwohner gab es dort 166 Pleiten. Die wenigsten Privatinsolvenzen gab es 2018 in Baden-Württemberg, wo im Schnitt 72 von 100.000 Einwohnern Privatinsolvenz beantragten.

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Hannover belegt fünften Platz

Als Hauptgrund für Privatpleiten gilt Arbeitslosigkeit. So hatte Bremen 2018 relativ gesehen nicht nur die meisten Privatinsolvenzen, sondern laut Arbeitsagentur mit 9,8 Prozent auch die höchste Arbeitslosenquote in Deutschland. Niedersachsen lag mit 5,3 Prozent im Mittelfeld. Wie die Verfasser vom Schuldenbarometer erklärten, sind aber auch niedrige Einkommen, Scheidungen, Krankheit oder unwirtschaftliche Haushaltsführung Gründe für die Insolvenzen. Im Vergleich der 30 einwohnerreichsten Städte liegt Hannover auf Platz fünf.

Deutschlandweit war die Zahl der Privatpleiten vergangenes Jahr erneut rückläufig. 88.995 Bürger meldeten eine Privatinsolvenz an; das sind 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. „Der erneute Rückgang der Privatinsolvenzen liegt vorrangig an der weiterhin guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung bei den Privatpersonen“, sagte Geschäftsführer Christian Bock. Auch für 2019 rechnet Crifbürgel mit einer weiteren positiven Entwicklung.

Von RND/dpa