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Der Norden Schulexpertin: Lehrer sollen auf Klassenfahrten wieder Freiplätze annehmen dürfen
Nachrichten Der Norden Schulexpertin: Lehrer sollen auf Klassenfahrten wieder Freiplätze annehmen dürfen
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13:10 07.09.2019
Schüler mit Koffern unterwegs bei einer Klassenfahrt: Lehrer sollten wieder Freiplätze annehmen dürfen, findet die CDU-Bildungsexpertin Mareike Wulf. Quelle: imago stock&people
Hannover

Lehrer sollen für Klassenfahrten wieder Freiplätze annehmen dürfen, die ihnen von Reiseveranstaltern angeboten werden. Mit dieser Bitte hat sich jetzt die CDU-Bildungsexpertin Mareike Wulf an Innenminister Boris Pistorius und Kultusminister Grant Hendrik Tonne (beide SPD) gewandt.

Schulen müssen die Kosten für Lehrer, die Schulfahrten begleiten, seit 2015 selbst übernehmen. Hintergrund ist die Antikorruptionsrichtlinie des Landes, wonach Beamte keine Zuwendungen, Belohnungen oder Geldgeschenke annehmen dürfen. So sollen sie davor geschützt werden, in ihrer Amtsführung beeinflussbar zu sein. Oft müssen Pädagogen ihre Fahrt auch aus der eigenen Tasche zahlen, weil das Schulbudget nicht ausreicht.

„Diese Regelung stellt Schulen bei der Planung von Schulfahrten vor große finanzielle Herausforderungen“, schreibt Wulf in ihrem Brief der der HAZ vorliegt. Weiter heißt es darin: „Herausforderungen, die oftmals deutlich geringer wären, wenn eine besonnene Nutzung von Freiplätzen bei Schulfahrten wieder möglich wäre.“

„Signal der Wertschätzung an die Lehrer“

Die Schulexpertin der Union verweist darauf, dass es die Antikorruptionsrichtlinie vor allem auf klassisches Verwaltungshandeln abzielt und weniger auf die Arbeit von Lehrern. Lehrer, die Klassenfahrten begleiteten, zeigten ein besonderes Engagement, schreibt Wulf. Ein persönlicher Vorteil würden sich Pädagogen durch Freiplätze nicht verschaffen. Sie wirbt für eine Ausnahmegenehmigung. So könne man ein wichtiges Signal der Wertschätzung an die Lehrer im Land senden.

Das Verbot der Annahme von Freiplätzen hatte seinerzeit für viel Unmut bei den Lehrerverbänden gesorgt. Der damalige Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Eberhard Brandt, hatte aber gesagt, es sei besser, wenn die Freiplätze auf alle Teilnehmer umgelegt würden und somit Eltern weniger zahlen müssten.

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Von Saskia Döhner

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