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Der Norden Seenotretter suchen Vermissten
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16:56 08.08.2012
Ein Besatzungsmitglieder des Forschungsschiffs „Heincke“ wird auf See vermisst. Quelle: dpa (Archiv)
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Bremen

Stundenlang haben Seenotretter am Mittwoch die Nordsee nach einem vermissten Matrosen durchkämmt. Der Mann war auf einer neuntägigen Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff „Heincke“ unterwegs, als er über Bord ging. Kollegen hatten ihn zuletzt in der Nacht um etwa 2.30 Uhr gesehen. Zu dem Zeitpunkt befand sich das Schiff etwa zwölf Seemeilen östlich von Helgoland.

Mit vier Seenotkreuzern, Hubschraubern und weiteren Schiffen suchten die Rettungskräfte das Gebiet nahe der Insel ab. Bis zum Nachmittag konnten sie den Vermissten jedoch nicht finden. „Wir haben das Suchgebiet inzwischen von Helgoland bis zur Westküste Schleswig-Holsteins ausgeweitet“, sagte Bernd Anders von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen.

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Wann genau der Mann über Bord gegangen war, ist unklar. Die Besatzung hatte erst gegen 7.00 Uhr bemerkt, dass er fehlte. Wie lange er im 18 Grad warmen Wasser überleben könne, hänge stark von seiner Kleidung und seiner körperlichen Verfassung ab, sagte Anders. „Wir suchen unermüdlich weiter.“ Doch spätestens wenn es dunkel wird, werden die Rettungskräfte den Einsatz abbrechen müssen.

„Wir hoffen, dass der Matrose so schnell wie möglich gefunden wird, sind in Gedanken bei seinen Angehörigen und vertrauen ganz auf die langjährige Erfahrung der Seenotretter“, teilte die Verwaltungsdirektorin des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, Heike Wolke, mit. Das AWI betreibt die etwa 55 Meter lange „Heincke“, die 1990 für das Bundesforschungsministerium gebaut wurde.

Am 2. August hatte das Schiff Bremerhaven für biologische und geologische Untersuchungen in der Deutschen Bucht verlassen. Neben sechs Wissenschaftlern waren zwölf Besatzungsmitglieder an Bord. Nähere Angaben zu dem Vermissten wollte das AWI nicht machen. Die „Heincke“ sollte am Freitag wieder in ihrem Heimathafen festmachen.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

dpa

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