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Der Norden Europawahl: Das sind die bekanntesten Kandidaten aus Niedersachsen
Nachrichten Der Norden Europawahl: Das sind die bekanntesten Kandidaten aus Niedersachsen
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14:25 22.05.2019
Geheime Wahl: Diese Wahlkabine wird mit einer Europaflagge geschützt. Quelle: dpa
Hannover

Aktuell arbeiten zehn Abgeordnete aus Niedersachsen im Europaparlament. Am Sonntag stehen diese wichtigen Kandidaten aus dem Land zur Wahl:

David McAllister: 

Niedersachsens Ex-Ministerpräsident David McAllister (48) gilt als einer der prominentesten Kandidaten des Landes für die Europawahl. Der CDU-Mann aus Bad Bederkesa mit den schottischen Wurzeln saß ab 2015 als Abgeordneter im Europäischen Parlament, war oft als Berichterstatter auf dem Balkan und ist heute als Nachfolger seines Parteifreundes Elmar Brok Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten. Von der CDU Niedersachsen war er mit 99,2 Prozent der Stimmen als Spitzenkandidat für die Europawahl gewählt worden. Er setzt sich für eine Stärkung der Europäischen Union auch auf außenpolitischer Ebene ein.

Bernd Lange: 

Der 63-jährige SPD-Politiker und Ex-Studienrat ist eine Art Europa-Veteran. Nachdem der gebürtige Oldenburger von 1994 bis 2004 bereits Europaabgeordneter war, saß der verheiratete zweifache Vater seit Mitte 2009 erneut für Niedersachsen in Brüssel und Straßburg. Als Vorsitzender des Handelsausschusses war er zudem Berichterstatter für die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU. Der Motorradfan tritt für faire Wettbewerbsbedingungen unter dem Dach eines stärkeren sozialen Zusammenhalts ein.

Interview: Bernd Lange will für die SPD ins EU-Parlament

Tiemo Wölken: 

Wölken rückte erst 2016 ins Europäische Parlament nach und zählt dort bisher als der jüngste SPD-Europaabgeordnete. Mit Platz zwölf auf der Bundesliste der SPD hat der gebürtige Buxtehuder eine gute Ausgangsposition. Als Schwerpunktthemen seines SPD-Wahlkampfes sieht der Jurist vor allem Jugendarbeitslosigkeit und Digitalisierung. Er versucht über Youtube-Videos im Internet „EU-Mythen“ aufzugreifen und sie als Falschmeldungen zu entlarven. Der 33-Jährige, der im Haushaltsausschuss der EU sitzt, war einer der Mitbegründer des SPD-Jugendverbandes Buxtehude und zwischen 2006 und 2010 Vizechef der Jusos Niedersachsen.

Katrin Langensiepen: 

Die Grünen-Politikerin (39) aus Hannover legt den inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema soziale Gerechtigkeit. Und sie hat noch einen weiteren Punkt auf der Agenda: „Ich möchte die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen in Europa erhöhen.“ Aufgrund einer seltenen Erbkrankheit hat Langensiepen leicht verkürzte Arme. Seit 2011 sitzt sie für die Grünen im Rat der Stadt Hannover, außerdem arbeitet sie für die Landtagsfraktion ihrer Partei. Die Fremdsprachenassistentin hat länger in den Niederlanden gelebt, in Marseille arbeitete sie als Aupair. Niederländisch, Französisch und Englisch beherrscht sie fließend.

Klimapolitik, Europa als Sozialunion und Vorurteile gegenüber Behinderten: Katrin Langensiepen im Interview

Jan-Christoph Oetjen: 

Der 41-jährige FDP-Politiker aus Rotenburg/Wümme sitzt seit 2003 für als Abgeordneter im niedersächsischen Landtag. Oetjen gilt als versierter Fachmann für sicherheits- und innenpolitische Themen. „Die EU muss beim Thema Migration wieder handlungsfähig werden, dazu möchte ich meine Erfahrungen einbringen“, sagt der studierte Wirtschaftswissenschaftler. Der Vater von zwei Kindern spricht fließend Französisch - seine Frau stammt aus Frankreich. „Für die Arbeit im Europaparlament ist wichtig, dass man weiß, wie Abgeordnete aus einem anderen Kulturkreis ticken“, sagt Oetjen.

Susanne Steffgen: 

Die 55-jährige Maschinenbautechnikerin aus Ganderkesee geht bei der Europawahl für die Linke an den Start. Steffgen sitze seit 2016 als Ratsfrau im Gemeinderat Ganderkesee. Sie sitzt aufgrund einer neurologischen Erkrankung im Rollstuhl und will sich in Europa vor allem für Menschen mit Einschränkungen einsetzen. „Momentan habe wir ja eher Exklusion als Inklusion“, sagt die Politikerin. So sei es beispielsweise unbegreiflich, dass es bis heute keinen einheitlichen europäischen Schwerbehindertenausweis gebe.

Tilman Kuban: 

Vom Chef der Jungen Union in Niedersachsen zum neuen Bundesvorsitzenden der Jungen Union: Der 31 Jahre alte Jurist leitet seit März die mit mehr als 100 000 Mitgliedern größte politische Jugendorganisation Europas. Er kandidiert auf einem aussichtsreichen Listenplatz und wäre bei einem Wahlerfolg der erste JU-Bundeschef im Europaparlament in Straßburg. Kuban gilt nicht gerade als Leisetreter. Gleich zu Beginn sorgte er mit Interview-Äußerungen für Aufsehen, wonach er unter dem Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel kontroverse Diskussionen in der Partei vermisst habe. Gerade die Jugend will er für das Projekt Europa begeistern.

Von rnd/dpa/lni

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