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Der Norden Streit um Löwenstatue bald beendet?
Nachrichten Der Norden Streit um Löwenstatue bald beendet?
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16:53 21.05.2012
Foto: Das Streitobjekt: Der Blankenburger Löwe ist das Wahrzeichen der Stadt Blankenburg.
Das Streitobjekt: Der Blankenburger Löwe ist das Wahrzeichen der Stadt Blankenburg. Quelle: dpa
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Hannover

Im Streit um die Skulptur des Blankenburger Löwen zeichnet sich eine Einigung zwischen der Stadt und dem Adelshaus Hannover ab. Das teilten Erbprinz Ernst August von Hannover und der Bürgermeister der Kleinstadt in Sachsen-Anhalt, Hanns-Michael Noll (CDU), am Montag nach einem persönlichen Gespräch mit. Die Familie von Ernst August von Hannover will ihr Eigentum zurückhaben - dazu gehört die rund zwei Meter hohe Löwenskulptur. Das bronzene Tier ist aber das Wahrzeichen der Stadt Blankenburg.

Bürgermeister Noll sagte, noch gebe es keine konkrete Lösung. Beide Seiten hätten aber erklärt, Ziel sei es, dass der Löwe in Blankenburg bleibe.

In den kommenden Monaten werde das Gespräch fortgesetzt mit dem Ziel, alle offenen Fragen im gegenseitigen Einvernehmen zu klären. „Beide Seiten wollen wieder anknüpfen an die engen historischen Beziehungen“, hieß es in einer Erklärung.

Die Löwen-Statue steht im Garten des Kleinen Schlosses und ist das Wahrzeichen Blankenburgs. Im vergangenen Jahr war ein Streit entfacht zwischen dem Adelshaus Hannover und der Harzstadt. Die Familie von Ernst August von Hannover will ihr Eigentum zurückhaben. Die Urgroßeltern des Erbprinzen lebten seit 1913 bis zur Flucht 1945 im Schloss. Ende des Zweiten Weltkriegs floh die Familie vor den sowjetischen Truppen nach Niedersachsen. Viel Hab und Gut blieb zurück, darunter auch der Bronzelöwe.

Viele Einwohner hatten für den Verbleib des Löwen in Blankenburg demonstriert, auch Unterschriften waren gesammelt worden. Für Bürgermeister Noll ist die Statue „ein Kulturgut von herausragender Bedeutung“.

Das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen in Sachsen-Anhalt erklärte, das Haus Hannover habe einen Anspruch auf Rückgabe. Weil die Statue ein „bewegliches Vermögen“ sei, müssten die Blankenburger das Bronzetier hergeben. Bis Ende 2014 haben sie dafür Zeit.

dpa/sag

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