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Der Norden 101 Kinder werden in Niedersachsen vermisst
Nachrichten Der Norden 101 Kinder werden in Niedersachsen vermisst
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11:29 24.05.2020
Auch in Niedersachsen werden am Internationalen "Tag der vermissten Kinder" (25. Mai) zahlreiche Kinder vermisst. Quelle: Hans-Jürgen Wege/dpa
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Hannover

In Niedersachsen suchen Familien und Polizei derzeit nach 101 vermissten Kindern unter 14 Jahren. Das hat das Landeskriminalamt in Hannover zum „Tag der vermissten Kinder“ mitgeteilt, bei dem am Montag (25.) an das Schicksal der Betroffenen erinnert wird.

Wenn Kinder nicht an den gewohnten Orten sind, sollten Eltern rasch Anzeige erstatten, sagte LKA-Sprecherin Katrin Gladitz der Deutschen Presse-Agentur. „Je früher ein vermisstes Kind bei der Polizei gemeldet wird, desto größer ist die Chance, das Kind schnell zu finden.“

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In der fortlaufend geführten Vermisstendatei der niedersächsischen Polizei sind insgesamt 185 Fälle verschwundener Kinder verzeichnet. Betroffen sind 107 Jungen und 78 Mädchen. Die ältesten Fälle gehen bis 1964 zurück. 32 Vermisste wären längst volljährig. 52 Kinder wären jetzt Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren.

In Niedersachsen ist zum Beispiel das Schicksal der damals 15-jährigen Katrin Konert ungeklärt, die Neujahr 2001 in Bergen an der Dumme im Wendland spurlos verschwand. Ende 2018 nahmen Ermittler sich noch einmal intensiv den Fall vor, stellten sogar mitten in dem kleinen Ort wochenlang einen grauen Container als mobile Polizeiwache auf. Doch trotz 100 neuen Hinweisen konnte das Schicksal des Mädchens nach Angaben der Polizei Lüneburg bislang nicht geklärt werden.

Für die Polizei gelten Minderjährige in jedem Fall als vermisst, wenn sie ihren gewohnten Lebenskreis verlassen haben und ihr Aufenthalt unbekannt ist. „Bei ihnen muss grundsätzlich eine Gefahr für Leib oder Leben angenommen werden“, sagte LKA-Sprecherin Gladitz.

In den meisten Fällen tauchen vermisste Kinder nach Angaben der Opferhilfsorganisation Weißer Ring nach wenigen Tagen wieder auf. Die Aufklärungsquote liege deutlich über 90 Prozent.

Von dpa/RND

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