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Der Norden Töteten Brütereien grundlos 557.771 Küken?
Nachrichten Der Norden Töteten Brütereien grundlos 557.771 Küken?
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00:15 07.02.2017
Das Töten der Putenküken könnte strafrechtliche Folgen haben. Quelle: dpa
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Hannover

Die Tötung der Küken wäre ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und könnte strafrechtliche Folgen haben. Das Landwirtschaftsministerium hat eine Überprüfung angeordnet. Laut einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU sind insgesamt 557.771 Putenküken im Zusammenhang mit der Geflügelpest getötet worden. „Es ist fraglich, ob dafür ein vernünftiger Grund nach dem Tierschutzgesetz vorlag oder ob nicht Bruteier vor dem Schlupf mangels Abnehmer hätten reduziert werden müssen“, heißt es in der Antwort. Die Veterinärämter der Landkreise müssten nun entscheiden, ob sie in den Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten oder die Staatsanwaltschaft einschalten.

In den betroffenen Landkreisen hatte es bereits mehrere Fälle von Vogelgrippe gegeben. Das führte jedes Mal dazu, dass in einem Sperrgebiet um den betroffenen Stall kein Geflügel mehr transportiert werden darf. Auch die Eintagsküken nicht, die sofort verkauft werden müssten. Eine der Brütereien hatte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ die Tötungen mit dem Transportstopp begründet: „Es gibt schlicht keine Möglichkeit, die Tiere so kurzfristig in derart hoher Zahl in anderen Ställen in Deutschland aufzuziehen.“

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Das Tierschutzgesetz erlaubt das Töten von Wirbeltieren nur dann, wenn ein sogenannter vernünftiger Grund vorliegt. Dazu zählt, dass man das Tier von Schmerzen erlösen will, aber auch dass schlachtreife Tiere als Nahrung genutzt werden sollen.