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Der Norden Totes Baby unter Autositz: Mutter schweigt
Nachrichten Der Norden Totes Baby unter Autositz: Mutter schweigt
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14:29 19.03.2019
Die Polizei ermittelt im Landkreis Celle. Quelle: picture alliance / dpa
Celle

Die Mutter des Neugeborenen, das im Landkreis Celle tot unter einem Autositz gefunden wurde, schweigt gegenüber den Ermittlern. „Sie hat sich bisher zum Tatvorwurf nicht geäußert“, sagte Polizeisprecherin Birgit Insinger am Dienstag der HAZ. Gegen die 29-Jährige werde weiter wegen des Verdachts auf Totschlag ermittelt. Die Ermittler suchten im familiären und beruflichen Umfeld der Frau nach Hinweisen mit Bezug auf den Tod des Mädchens, das Polizeibeamte am vergangenen Mittwochabend im Ostkreis unter dem Fahrersitz des Autos der Mutter entdeckt hatten.

Leichnam wird obduziert

Einige Zeugin aus dem Umfeld der Mutter hatte zuvor einen Hinweis gegeben. Die Polizisten fanden die Halterin in der Nähe des Autos. Die Ermittlungen ergaben, dass die 29-Jährige das Kind etwa eine Woche zuvor nach Frühwehen zuhause im Landkreis Celle entbunden hatte. Es besteht der Verdacht, dass das Kind unmittelbar nach der Geburt durch eine Sauerstoffunterversorgung, etwa durch Ersticken, zu Tode kam. Es könnte aber auch bereits tot zur Welt gekommen sein. Näheres soll die gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben. Der Leichnam sei bereits seziert worden, sagte Oberstaatsanwalt Lars Janßen am Dienstag in Celle. „Das Ergebnis der labortechnischen Untersuchung wird aber möglicherweise erst in einigen Tagen vorliegen.“ Da zwar ein Anfangsverdacht, aber kein dringender Tatverdacht besteht, kam die 29-Jährige nicht in Untersuchungshaft, sondern kann bei Angehörigen bleiben. Weitere Details, etwa Hinweise auf den Vater des Kindes, gaben die Ermittler zunächst nicht bekannt.

Von Gabriele Schulte

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