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Der Norden Totgeglaubte Frau erwacht in Pathologie
Nachrichten Der Norden Totgeglaubte Frau erwacht in Pathologie
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18:34 02.09.2013
Ein völlig zerstörtes Auto steht an der Unfallstelle auf der Autobahn A 23 in Höhe der Störbrücke bei Itzehoe. Bei einem frontalen Zusammenstoß mehrerer Autos sind am Montagmorgen zwei Menschen getötet worden. Quelle: dpa
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Itzehoe

Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn 23 sind am Montagmorgen nahe der Anschlussstelle Itzehoe-West zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine weitere zunächst totgeglaubte Frau lebte jedoch noch, wie Ärzte dann im Krankenhaus feststellten. Sie wurde in eine Spezialklinik gebracht. Insgesamt wurden bei dem Unfall sieben Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte.

Lebenszeichen in der Pathologie

Nach Angaben des Senders NDR 1 Welle Nord war die Totgeglaubte mit dem Leichenwagen in die Pathologie des Klinikums Itzehoe gebracht worden. Dort habe sie Lebenszeichen von sich gegeben. Nach Angaben des Klinikums hätten die Rettungskräfte an der Unfallstelle ein EKG erstellt, und bei der Frau keine Vitalzeichen festgestellt. Darum und aufgrund der schweren Verletzungen sei die Frau als klinisch tot eingeschätzt worden. Diese Einschätzung habe sich im Krankenhaus als falsch herausgestellt.

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Nach Angaben der Polizei Itzehoe verließ der mit drei Erwachsenen und vier Kindern besetzte Kombi auf der Störbrücke seine Spur und raste in den Gegenverkehr. Eine junge Frau und ein Kind in dem Auto starben noch an der Unfallstelle. Die anderen fünf Insassen – ein Mann, drei Kinder und die zunächst totgeglaubte ältere Frau - wurden schwer verletzt aus dem Wrack geborgen. Der 42-jährige Fahrer des zweiten Wagens wurde ebenfalls schwer verletzt. Eine 34-jährige Fahrerin, die mit ihrem Kleinwagen in die Unfallstelle raste, wurde nur leicht verletzt.

Unfallursache noch unklar

Bei dem Auto des Unfallverursachers handelte es sich nach Angaben eines Polizeisprechers um einen fünfsitzigen Wagen. In dem Fahrzeug saßen insgesamt sieben Menschen mit Fahrtziel Nordfriesland. Weitere Angaben zu den Fahrzeuginsassen machte die Polizei zunächst nicht. Zur Unfallursache gab es zunächst keine Erkenntnisse. An allen drei Fahrzeugen entstand Totalschaden.

An der Unfallstelle ist die A23 wegen eines Brückenneubaus derzeit auf eine Fahrbahn je Richtung verengt. Der Verkehr läuft dort ohne Trennung der Fahrspuren durch eine Leitplanke eng aneinander vorbei. Die Autobahn musste für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten rund viereinhalb Stunden lang bis 12 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Der Verkehr wurde durch Itzehoe umgeleitet. Dadurch war die Innenstadt stundenlang verstopft. Es kam zu kilometerlangen Staus.

dpa

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