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Der Norden Touristen sollen Hundehaufen mit Fähnchen markieren
Nachrichten Der Norden Touristen sollen Hundehaufen mit Fähnchen markieren
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18:01 15.02.2017
Von Michael B. Berger
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Goslar

Mit Hilfe der sozialen Medien will die Harzstadt Goslar endlich einem Problem Herr werden, das den Stadtoberen schon lange stinkt: Die Hundehäufchen in der Kaiserstadt. „Wenn Schnee liegt, sieht man es nicht, wenn er aber schmilzt ist es jedes Jahr das Gleiche“, seufzt Stadtsprecherin Vanessa Nöhr: „Überall Haufen.“ Da Bußgelder längst nicht bei allen fruchteten - ein Ersttäter zahlt 35 Euro, beim Wiederholungstäter werden 75 Euro fällig - will man jetzt per Fähnchen im Häufchen auf den Mißstand aufmerksam machen - und Einwohner sowie Touristen davor bewahren, in die stinkenden Reste zu treten.

Mit Fähnchen mit der Aufschrift "Haufen sucht Herrchen" haben Anwohner Hundehaufen in einem Blumenbeet an einer Straße markiert. Quelle: dpa

Denn bei 3100 registrierten Hunden sowie vielen Touristen mit zugereisten Vierbeinern kommt in der 50 000-Einwohner-Stadt eine Menge zusammen. Eine Tonne Hundekot hat die Uneso-Weltkulturerbestätte im vergangenen Jahr entsorgen lassen. „Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, wie unsere Stadt schöner werden kann, wenn wir dauernd in Hundeshaufen treten“, gab Goslar Oberbügermeister Oliver Junk zu Protokoll. Deshalb ruft die Stadt jetzt gleichsam per Fahnenappell die Bürger zum kreativen Wettstreit auf.

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Denn die Fähnchen, die die Stadt verteilt, sollen der Bewusstseinsschärfung dienen: „Der Haufen muss mit“ steht drauf. Auf das Fähnchen sollen die Entdecker der Häufchen dann einen eigenen Spruch setzen. Möglichst einen witzigen. „Haufen sucht Herrchen“ steht im Angebot. Oder, etwas rüder: „Weg mit dem Dreck!“ Dann sollten die Bürger die beflaggte Notdurft fotografieren und unter Angabe des Datums und des Straßennamens posten unter www. facebook.com/groups/haufenmussmit. Wer die meisten „gefällt mir“-Clicks kassiert, soll am Ende einen kleinen Preis bekommen. Was denn? „Wird noch nicht verraten“, sagt Stadtsprecherin Nöhr.

Oberbürgermeister Junk ist übrigens selbst Hundebesitzer. Er hat die Erfahrung gemacht, dass er manchmal schief angeschaut wird, wenn mit seiner Hündin „Momo“ durch die Innenstadt streift -obwohl er stets ein Beutelchen dabei hat, wenn „Momo“ ihr Geschäftchen macht. Junk hat festgestellt, dass durch die vielen Haufen in der Stadt alle Hundehalter Gefahr liefen, unter Generalverdacht zu fallen. Obwohl die meisten brav die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner aufsammelten. 39 Hundebeutelspender hat Goslar im Stadtgebiet aufgestellt, einen Mitarbeiter mit einem Hundekotstaubsauger losgeschickt - jetzt kommt noch ein Hundekot-Fähnchen-Wettbewerb dazu. Nur eines geht und gilt nicht: Den eigenen Hundehaufen fotografieren und posten!     

 

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