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Der Norden Treffen in Restaurants und Pflegeheimen: Diese Regeln gelten künftig in Niedersachsen
Nachrichten Der Norden Treffen in Restaurants und Pflegeheimen: Diese Regeln gelten künftig in Niedersachsen
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06:54 07.05.2020
„Wenn sich ein Hotspot entwickelt, würden Beschränkungen schon wesentlich früher gelten“: Ministerpräsident Stephan Weil. Quelle: Ole Spata/dpa
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Hannover/Landkreis

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen im Land angekündigt. So sollen sich künftig mehrere Mitglieder von zwei verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen können. Das würde in Niedersachsen dann auch für Treffen in Restaurants gelten. „Das kann ich zusagen", sagte Weil nach den Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch. Diese neue Regelung soll vom 11. Mai an gelten – dann sollen auch Lockerungen für die Gastronomie in Kraft treten.

Kontakt für Bewohner von Pflegeheimen

Auch Bewohner von Pflegeheimen sollen wieder Kontakt zu nahen Angehörigen haben dürfen. Jeder Bewohner solle deshalb künftig eine definierte Person sehen können, wie etwa die Tochter oder den Sohn. Die Regelung für die Heime sei ein „brennendes Anliegen" für viele Menschen. Die Details müssten aber in der Landesregierung noch besprochen werden. Für den Muttertag am 10. Mai gibt es laut Weil noch keine Erleichterungen bei den Besuchen von Bewohnern.

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Neue Beschränkungen bei steigenden Infektionszahlen

Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Kanzlerin Merkel darauf geeinigt, auf einen möglichen erneuten Anstieg der Infektionsraten zu reagieren. So verständigten sich Bund und Länder darauf, wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umzusetzen, wenn in Landkreisen oder kreisfreien Städten mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage gemeldet werden.

Weil kündigte im Fall von steigenden Neuinfektionszahlen strengere Regeln für Niedersachsen an. „Wir würden in Niedersachsen schon vorher entsprechende Maßnahmen treffen", sagte Weil. Der Regelfall bei einer neuen Virus-Welle sei eine enge Lokalisierung etwa in einem Krankenhaus oder Pflegeheim. Das bekomme man leicht in den Griff. Bei einem größerem Ausbruch wie im Landkreis Heinsberg müsse man flächendeckend agieren, sagte Weil. Dazwischen gebe es verschiedene Möglichkeiten. „Wenn sich ein Hotspot entwickelt, würden Beschränkungen schon wesentlich früher gelten." Der bundesweite Mechanismus könne in Niedersachsen nicht eintreten, ohne dass da vorher schon Maßnahmen ergriffen worden seien.

Bundesliga soll im Mai wieder starten

Einen sehr langen Teil der Diskussion habe der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga eingenommen. „Wir haben gesagt, dass das am 15. Mai wieder möglich gemacht werden soll", sagte Weil. Das sei vertretbar, aber jetzt Sache der DFL. Er fürchtet nicht, dass es zu Aufläufen von Fans vor dem Stadion kommen würde. „ Im Falle eines Falles müsste die Polizei eingreifen. Große Menschenmengen könnten Auslöser von Corona-Ausbrüchen sein. Das wisse man aus Ischgl und Gangelt.

Auch die Deutsche Fußball Liga will die Saison in der Bundesliga am 15. Mai fortsetzen. Über diesen Beschluss des DFL-Präsidiums seien die 36 Proficlubs am Mittwochabend informiert worden, bestätigte der Dachverband der Deutschen Presse-Agentur.

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Von HAZ

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