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Der Norden Unternehmen erschweren Abwerbung von Lokführern
Nachrichten Der Norden Unternehmen erschweren Abwerbung von Lokführern
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14:59 04.07.2019
Bei den Bahnen sollen mehr Menschen zusteigen – gern auch als Lokführer im Triebwagen. Quelle: dpa
Hannover

Elf Eisenbahnunternehmen, die Strecken im Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen betreiben, wollen sich gegenseitig Ausbildungskosten erstatten, wenn sie einander Lokführer abwerben. Eine entsprechende Vereinbarung haben sie im Beisein von Verkehrsminister Bernd Althusmann unterzeichnet. Sie soll insgesamt die Situation im Schienenverkehr verbessern und vor allem verhindern, dass weniger ausgebildet wird. Im Berufszweig Lokführer herrscht bundesweit Mangel.

Es gab schon Zugausfälle durch Personalmangel

Fahrgäste haben Personalprobleme bei den Eisenbahnunternehmen schon zu spüren bekommen. So musste etwa die Nord-West-Bahn, die 2022 auch das hannoversche S-Bahn-Netz übernehmen wird, Anfang Januar und erneut Anfang Juni im Regio-S-Bahn-Netz Niedersachsen/Bremen aus diesem Grund Fahrten ausfallen lassen. Im vergangenen Jahr konnten einige Züge der Lammetalbahn im Raum Hildesheim und des Metronom auf der Strecke zwischen Hamburg und Cuxhaven wegen akuten Lokführermangels nicht verkehren.

Die Nord-West-Bahn hatte in der Vergangenheit Abwerbungen beklagt, allerdings in erster Linie aus dem Fern- und Güterverkehr. Es ist in der Branche ein offenes Geheimnis, dass wechselwillige Lokführer in einigen Fällen sogar mit Prämien geködert worden sind. Das Unternehmen aus Osnabrück war denn auch treibende Kraft hinter der Vereinbarung, der sich auch die Branchengrößen wie DB Regio, Erixx, Metronom oder Westfalenbahn angeschlossen haben. „Sie ist richtungsweisend und setzt die richtigen Anreize: Ausbilden statt Abwerben“, sagt Nord-West-Bahn-Geschäftsführer Rolf Erfurt.

Bei Wechsel werden Ausbildungskosten erstattet

Die Abmachung gilt für Fälle, in denen ein Lokführer innerhalb der ersten fünf Jahre sein Ausbildungsunternehmen verlässt und zu einem anderen wechselt. Dann muss der neue Arbeitgeber dem alten die Ausbildungskosten anteilig erstatten. Die genaue Berechnung nimmt die Nahverkehrsgesellschaft des Landes (LNVG) als Clearingstelle vor. „Der Regionalverkehr braucht mehr ausgebildete Triebfahrzeugführer – genau an dieser Stelle hilft die Selbstverpflichtung“, sagt LNVG-Chefin Carmen Schwabl. Minister Althusmann warb dafür, dass auch Fern- und Güterverkehrsunternehmen einsteigen.

Konkrete Zahlen über den Gesamtpersonalbedarf bei den Unternehmen hat die LNVG nicht. Dass dieser besteht, ist aber unbestritten. Die Gesellschaft verpflichtet deshalb seit 2018 in Ausschreibungen für Streckennetze den Sieger zu einer Ausbildungsquote über den eigenen Bedarf hinaus. Außerdem müssen die Streckenbetreiber an wichtigen Knotenpunkten wie etwa in Hannover Personalreserven vorhalten, um die Ausfallquote bei den Zügen zu minimieren.

Von Bernd Haase

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