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Der Norden Viele Bundeswehrstandorte sind mit Chemikalien verunreinigt
Nachrichten Der Norden Viele Bundeswehrstandorte sind mit Chemikalien verunreinigt
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16:48 18.04.2019
Die Verunreinigungen auf Bundeswehrgeländen stammen offenbar vornehmlich vom Löschschaum, den die Feuerwehr bei Treibstoffbränden nutzt. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Zahlreiche Standorte der Bundeswehr in Niedersachsen könnten durch den Einsatz von Löschschaum mit giftigen Chemikalien belastet sein. Nach derzeitigem Stand sei auf 20 Liegenschaften in Deutschland eine Kontamination nachgewiesen worden, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr am Mittwoch in Bonn. Betroffen ist auch der Flugplatz in Nordholz bei Cuxhaven. Die Nato-Flugplätze in Jever und Wittmundhafen, der Flugplatz Wunstorf in der Region Hannover sowie der Truppenübungsplatz Bergen gelten unter anderem als Verdachtsfälle, wie Tagesschau.de berichtet.

Giftiges PFC gelangt über Löschschaum ins Grundwasser

Bei den Giftstoffen handelt es sich nach Angaben der Bundeswehr um sogenannte per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC). Der Stoff wird unter anderem für Outdoorkleidung und Trinkpappbecher eingesetzt. Die Feuerwehren der Bundeswehr nutzen PFC als Schaum, um brennende Flüssigkeiten wie Treibstoff zu löschen. Dadurch gelangen die Stoffe in den Boden und verunreinigen das Grundwasser. Die betroffenen Standorte müssten umfassend untersucht und möglicherweise saniert werden, erklärte die Behördensprecherin. Bundesweit könnten insgesamt mehr als 120 Standorte der Bundeswehr betroffen sein.

Von Sebastian Stein