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Der Norden Fast die Hälfte der Bahnstrecken in Niedersachsen bekommt kein schnelles Internet
Nachrichten Der Norden Fast die Hälfte der Bahnstrecken in Niedersachsen bekommt kein schnelles Internet
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09:00 13.11.2019
Wer Bahn fährt, hat es mit dem Internet oft schwer. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Berlin/Hannover

Filme auf dem Handy schauen oder Musik per Internetstream hören – für viele Menschen ist das inzwischen Normalität. Wer in Niedersachsen mit der Bahn unterwegs ist, muss darauf aber oft verzichten. Viele Streckenabschnitte sind gar nicht oder nur mit miserablen Internetverbindungen versorgt. Einige Strecken erhalten zwar künftig bessere Netzverbindungen, aber vor allem der ländliche Raum bleibt auch in Zukunft digital abgehängt.

42 Prozent des Schienennetzes werden auch künftig nicht mit schnellerem Internet versorgt sein. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des hannoverschen Bundestagsabgeordneten der Grünen, Christian Kindler, hervor.

1300 Kilometer ohne schnelles Netz

Zwar will das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bis Ende des Jahres 2022 in Niedersachsen 1970 Kilometer an Schienenwegen mit einer Übertragungsrate von 100 Mbit/Sekunde ausrüsten. Dazu gehören beispielsweise die Strecken von Hannover nach Minden, Celle, Braunschweig, Göttingen und Walsrode. Allerdings werden dann immer noch insgesamt 1300 Kilometer des Schienennetzes auch nach dem Jahr 2022 nicht mit schnellem Internet versorgt sein. Außerdem erhält keine Strecke die neueren Mobilfunkstandards 3G, 4G oder 5G.

„Bremsklotz für die Verkehrswende“

„Die ländlichen Regionen verlieren dadurch digital immer weiter den Anschluss“, meint Grünen-Politiker Kindler. Zugreisen werde nicht attraktiver gemacht. Nach Kindlers Ansicht wirkt sich das zögerliche Agieren der Bundesregierung negativ auf die Verkehrswende aus: „Die Fahrgastzahlen lassen sich durch ein schlechtes digitales Angebot nur schwer steigern“, sagt er.

Zugleich sei aber vorgesehen, bis Ende des Jahres 2022 etwa 98 Prozent der Autobahnen und Bundesstraßen mit schnellerem Internet zu versorgen. Das verdeutliche „die falschen Prioritäten der Verkehrs- und Digitalpolitik der Bundesregierung“, betonte der haushaltspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion. Die Schiene dürfe nicht zugunsten der Straße links liegen gelassen werden.

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Von Mathias Klein

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