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16:08 30.10.2019

So entscheiden sich die Abgeordneten beim Thema Organspende

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Der Neustädter Dietmar Friedhoff von der Alternative für Deutschland hat auf die Anfrage der HAZ bislang nicht reagiert.

Quelle: Markus Holz

Hendrik Hoppenstedt (CDU) hat den Gesetzentwurf mit eingebracht, nach dem jeder zum Organspender wird solange er nicht widerspricht. Im HAZ-Forum räumte der Unionspolitiker ein, dass ihm das schwer gefallen sei, er werde aber natürlich für das neue Gesetz stimmen, mahnt aber: „Ich finde es falsch, wenn wir moralisch argumentieren. Es ist zu akzeptieren, wenn jemand nicht spenden will“.

Quelle: Mirko Bartels

Ulla Ihne, FDP-Bundestagsabgeordnete: „Ich gehöre zu den Unterzeichnern des „Entwurfes eines Gesetzes zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende“. Ich werde also gegen den Entwurf von Minister Spahn und anderen stimmen. Einig sind sich wohl alle darin, dass die Zahl der Organentnahmen in Deutschland erhöht werden muss. Es sterben täglich Menschen, die auf ein lebensnotwendiges Organ vergeblich warten. Meine Gründe bei der Zustimmungslösung zu bleiben: 1. Wir sprechen von „Organspende“. Eine „Spende“ ist nach allgemeiner Auffassung aber eine freiwillige Leistung. Man muss ihr also zustimmen, und nicht einer, im Fall der Widerspruchslösung gesetzlich angeordneten, Wegnahme widersprechen. 2. Die Organspende hat unmittelbar auch mit der Würde und dem Selbstbestimmungsrecht von Menschen zu tun. Es ist für mich daher auch eine ethische Frage, ob man den Weg der Zustimmungs- oder Widerspruchslösung wählt. 3. Es wird immer darauf verwiesen, in Staaten mit Widerspruchslösung würden mehr Organe entnommen. Das stimmt zwar, was die Zahl der Organe angeht, aber er wird leicht vergessen zu erwähnen, dass in diesen Staaten Organe auch bei Herztod entnommen werden. Das machen wir in Deutschland nicht. Hier werden Organe im Grundsatz nur bei Hirntod entnommen. Wenige Ausnahmen gibt es wohl bei Gewebe. Da wir in Deutschland gut 4.000 Hirntote im Jahr, aber gleichzeitig nur rund 1.000 Organspender haben, fragt man sich doch, wie das sein kann. Wenn man gleichzeitig weiß, dass rund 75 Prozent der später Hirntoten oder deren Angehörige einer Organentnahme zugestimmt haben. Die Gründe könnten also eher Defizite bei der Erkennung und Meldung von Organspendern sein. Wir haben immerhin gut 1.900 Krankenhäuser in Deutschland. 4. Es gibt, wie auch der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages herausgearbeitet hat, erhebliche verfassungsrechtliche Zweifel an der doppelten Widerspruchslösung.

Quelle: HAZ, NP
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