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22:23 04.08.2021

„Wie sehr hat der Mauerbau Ihr Leben geprägt?“

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Annemarie Staude aus Hannover: „Das Thema Mauerbau war bei uns zu Hause präsent. Obwohl ich erst elf Jahre alt war, kann ich mich noch gut erinnern, dass darüber viel diskutiert wurde“, sagt die heute 71-jährige Annemarie Staude, die im Westerwald aufwuchs. Ihre Familie hatte Verwandte in Plauen in der DDR, bei denen sie gern zu Gast war. „Als dann die Mauer gebaut wurde, waren meine Eltern sehr erschüttert.“ Ihrer Großmutter und ihrer Tante gelang es, Mitte der Sechzigerjahre in den Westen überzusiedeln. 1974 kam Annemarie Staude nach Hannover. Die Kontakte in den Osten ließen nach. „Aber ich habe noch immer eine gute Freundin, die in der Nähe von Bitterfeld wohnt“, sagt sie erfreut.

Quelle: Irving Villegas

Stephan Brandt aus Hannover: „An die Zeit der DDR und die Grenzübergänge kann ich mich noch gut erinnern“, sagt Stephan Brandt, der in Hannover aufwuchs. Verwandte seiner Mutter lebten auf Usedom, als Kind war er dort regelmäßig in den Sommerferien zu Gast. „Ich saß in einem Interzonenzug, und meine Oma holte mich in Ostberlin ab“, berichtet der 61-Jährige. Manchmal seien sie in den dortigen Tierpark gegangen, um die Wartezeit zu überbrücken. Danach ging es mit Bahn und Bus weiter nach Usedom. Auch zu Jugendweihen und Hochzeiten besuchte die Familie aus Hannover die Verwandten in der DDR. Zwar habe er den Mauerbau selbst nicht miterlebt, dafür aber den Fall der Mauer und die Zeit vor der Wende. „Das war sehr intensiv.“

Quelle: Irving Villegas

Miriam Kondrot aus Hannover: Geboren wurde die heute 37-Jährige in Neukölln in Westberlin, nicht allzu weit von der Mauer entfernt. Die Familie besuchte häufig Freunde im Osten. Von diesen Besuchen sind Miriam Kondrot vor allem die Szenen an der Grenze im Gedächtnis geblieben: „Unser Auto wurde jedes Mal auseinandergenommen.“ Die Grenzschützer suchten nach Dingen, die nicht erlaubt waren; das verursachte bei ihr immer ein ungutes Gefühl. Später war der Bau der Mauer Unterrichtsthema in der Schule. Einmal fragte sie ihre Mutter, wo diese am 13. August 1961 eigentlich war. „Sie sagte, sie habe das Geschehen im Fernsehen verfolgt – mein Vater hat wohl gerade geschlafen und alles erst später mitbekommen.“ 2006 kam Miriam Kondrot dann nach Hannover.

Quelle: Irving Villegas
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