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Kultur „Warten auf Schwalben“ – Vom Leben in Algerien
Nachrichten Kultur „Warten auf Schwalben“ – Vom Leben in Algerien
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06:01 23.08.2018
Haben eine Affäre: Aicha (Hania Amar, r.), Djalil (Mehdi Ramdani). Quelle: Foto: Missingfilms
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Hannover

Locker verbunden sind die drei Geschichten in „Warten auf Schwalben“. Die Dialoge sind knapp, die Einstellungen lang. Es geschieht nicht viel in Regisseur Karim Moussaouis Film – und dennoch bekommt der Zuschauer einen Einblick ins Alltagsleben Algeriens.

Die Episoden spiegeln die ambivalente Geschichte Algeriens

Die Geschichten spielen in verschiedenen Regionen und Milieus. Mal geht es in Armutsquartiere, dann in Luxuswohnungen. Ebenso spielt der Konflikt zwischen Moderne und Tradition eine Rolle.

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In der ersten Episode beobachtet ein Projektentwickler (Mohamed Djouhri) eine brutale Schlägerei, traut sich aber nicht einzugreifen. In der zweiten wird eine junge Frau (Hania Amar) zu ihrer Hochzeit mit einem älteren Mann gefahren – und hat eine Liebesaffäre mit ihrem Fahrer (Mehdi Ramdani).

In der dritten dann hofft ein aufstrebender Neurochirurg (Hassan Kachach) auf einen Karrieresprung und wird mit seiner dunklen Vergangenheit im algerischen Bürgerkrieg konfrontiert. Alle drei Geschichten wirken nicht zu Ende erzählt und lassen offen, wie sich die Protagonisten entscheiden werden. Vielleicht spiegelt sich darin ja die ambivalente Situation Algeriens.

Von Ernst Corinth / RND