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Kultur überregional Halbzeit für Berlins Schlossprojekt
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18:47 12.06.2015
Schaulustige warten in Berlin darauf, dass der Richtkranz auf den Kuppelbau des neuen Berliner Schlosses gestellt wird. Quelle: dpa
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Berlin

Genau zwei Jahre nachdem sie den Grundstein legten, feierten die Väter und Mütter des Schloss-Projektes sich selbst und den ambitioniertesten Kulturbau der Republik - mit Musik von Schubert, dirigiert von Daniel Barenboim. Nach einem mühsamen Start mit Intrigen, Rechtsstreitigkeiten und Beleidigungen ist das Humboldtforum - wie das Vorhaben genannt wird - steinerne Realität.

Der Rohbau ist fertig, jetzt geht es an den technisch ebenso anspruchsvollen Innenausbau. Insgesamt werden im Berliner Sand 590 Millionen Euro verbaut. Es sind immerhin 100.000 Kubikmeter Beton und 20.000 Tonnen Stahl für 41.000 Quadratmeter Nutzfläche. Wenn alles im Plan weiterläuft, soll zum 250. Geburtstag des Universalgelehrten Alexander von Humboldt am 14. September 2019 das Humboldtforum für das Publikum öffnen.

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Halbzeit in Berlin: Die Kuppel des Humboldtforums. Quelle: dpa

Tor zu Welt, Schlüssel zum Weltverständnis, Dialog der Kulturen - vier Jahre vor seiner geplanten Eröffnung werden große Visionen für das Humboldtforum beschworen. Die Preußenstiftung will hier ihre ethnologische und asiatische Sammlungen neu präsentieren und eine Brücke zur Kunst auf der benachbarten Museumsinsel schlagen. Für Glamour soll Neil MacGregor sorgen, der Noch-Direktor des British Museums und in Zukunft Mitglied einer "Gründungsintendanz" für diese Schau der Weltkulturen.

Doch es war wohl Franco Stella, der Schloss-Architekt, der die Fantasie der 1500 Gäste beim Richtfest am stärksten beflügelte. Das Schloss sei der Versuch, den Stadtraum mitten in Berlin für die Öffentlichkeit zurückzuerobern. Tatsächlich hat Stella mit seiner Idee, durch das Schloss eine jederzeit offene Publikumspassage zu schaffen, einen als genial gelobten Einfall gehabt. Es entstehe im Herzen der Hauptstadt "eine einzigartige Piazzetta".

dpa

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