Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Kultur überregional Freches Fräulein
Nachrichten Kultur Kultur überregional Freches Fräulein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 27.03.2015
Szenenbild aus „Der Vetter aus Dingsda“.
Szenenbild aus „Der Vetter aus Dingsda“. Quelle: TfN
Anzeige
Hannover

Hannchen ist ein keckes, freches Fräulein - und sehr bodenständig“, charakterisiert Neele Kramer ihre Rolle in Eduard Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“. Regie führt Renate Rochell, sie leitet seit 2009 auch das Ensemble „Die Tribüne“, Hannovers ältestes Amateur-Krimi-Theater. Auch Neele Kramer ist ein Kind der niedersächsischen Landeshauptstadt. Aufgewachsen ist sie allerdings in der Region. „In unserem Dorf habe ich im Kinderkirchenchor gesungen.“ Als Sechstklässlerin fiel ihr ein Flyer in die Hände: „Vorsingen beim Mädchenchor Hannover“. Neele Kramer lacht herzlich und ansteckend. „Meine Eltern waren sich sicher, ich schaffe es nicht.“ Und übernahmen dann doch stolz zehn Jahre lang den Fahrdienst für ihre Tochter. Noch heute rätselt die Familie, woher das Mädchen sein Talent hat.

Neele Kramer, „das musikalische Schaf der Familie“, ist seit Beginn dieser Saison am Theater für Niedersachsen (TfN) engagiert. Zwei Jahre lang gehörte die 29-Jährige zum Ensemble der Jungen Oper Hannover. Dass sie ihr Hobby aus Kinder- und Jugendzeiten zum Beruf gemacht hat, verdankt sie Gudrun Schröfel, der Leiterin des renommierten Mädchenchores Hannover. „Viel lieber wollte ich Schauspielerin werden“, erzählt Kramer. „Doch Frau Schröfel hat mich überzeugt, dass, wer Talent zum Singen hat, und dazu auch noch Spaß am Spiel, auf die Musiktheaterbühne gehört“, erinnert sich die Sopranistin. Sie bewarb sich an der hannoverschen Hochschule für Musik, Theater und Medien, dort schloss sie 2012 auch ihr Studium ab.

„Renate Rochell hat wirklich einen unterhaltsamen Ensemble-Abend geschaffen. Es macht einfach Spaß, die Situationskomik rauszulassen“, sagt Kramer über die Arbeit am „Vetter aus Dingsda“. Die Ausstattung von Manfred Kaderk orientiert sich an den 1950erJahren. Das gefällt Neele Kramer besonders gut, schließlich singt sie in einer Band, die Schlager aus der gleichen Zeit covert, in der Spielvereinigung Linden-Nord. „Das Naiv-Verträumte der 50er- und 60er- Jahre mag ich sehr.“ Das merkt man Neele Kramer in ihrer Rolle auch an. Hannchen steht ihrer besten Freundin Julia in allen Lebens- und Liebesdingen bei. Doch für wen wird sich „Der Vetter aus Dingsda“ entscheiden?

Von Christine Nitschke

Am 29. April, 20 Uhr, im Theater am Aegi. Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter (0 51 21) 16 93 16 93.

Kultur überregional Ballhof: Schülertheaterfestival "Jugend spielt für Jugend" - Fulminanter Auftakt
27.03.2015
27.03.2015
27.03.2015