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Kultur überregional Jürgen Becker bekommt Georg-Büchner-Preis
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10:31 30.05.2014
Erhält den Georg-Büchner-Preis: Der Schriftsteller Jürgen Becker. Quelle: dpa
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Darmstadt

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.

"In seinem über Jahrzehnte gewachsenen Werk hat er die Gattungsgrenzen von Lyrik und Prosa beharrlich neu vermessen und verändert", begründete die Akademie ihre Entscheidung. Die Verleihung des Preises ist am 25. Oktober 2014 in Darmstadt vorgesehen. Becker (81) wurde bereits als Lyriker, Hörspiel- und Prosaautor vielfach ausgezeichnet.

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Für Becker ist die Auszeichnung völlig unerwartet gekommen. "Ich habe weder damit gerechnet, noch darauf gewartet. Insofern war die Nachricht für mich überraschend", sagte er in einer ersten Reaktion. "Ich weiß, dass dieser Preis ein sehr wichtiger Preis ist. Wenn er jetzt im Alter kommt, dann kann man sagen, dass es sich gelohnt hat, so alt zu werden", sagte der 81-Jährige, der in Odenthal nahe Köln lebt.

Der Büchner-Preis war im vergangenen Jahr an Sibylle Lewitscharoff verliehen worden.

dpa

Georg-Büchner-Preis

Auszeichnung für Schriftsteller

Der Georg-Büchner-Preis gilt als renommierteste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur. Er ist mit 50.000 Euro dotiert. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt vergibt ihn seit 1951. Allerdings gab es 1952 keine Auszeichnung, weil man sich damals nicht auf einen Preisträger einigen konnte.

Der Namensgeber, der Dramatiker und Revolutionär Georg Büchner, wurde 1813 im Großherzogtum Hessen geboren und starb 1837 in Zürich. Die Auszeichnung erhalten Schriftsteller und Dichter, "die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben".

Unter den bisherigen Preisträgern sind die renommiertesten Namen der deutschsprachigen Literatur zu finden: Gottfried Benn (1951), Erich Kästner (1957), Heinrich Böll (1967), Hermann Kesten (1974) , Friedrich Dürrenmatt (1986) oder Felicitas Hoppe (2012). 2013 ging die Auszeichnung an Sibylle Lewitscharoff. Den Preis gibt es schon länger. Erstmals verliehen wurde er am 11. August 1923 vom "Volksstaat Hessen", damals "an bildende Künstler, an Dichter, an Künstler, an hervorragende ausübende Künstler, Schauspieler und Sänger". Die Auszeichnung wurde 1951 in einen Literaturpreis umgewandelt und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung zur Verfügung gestellt.

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