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Kultur überregional Im Labyrinth der Klänge
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00:10 27.03.2015
„RainDance“ hieß die Klanginstallation bei den Kunstfestspielen Herrenhausen im Jahr 2014.
„RainDance“ hieß die Klanginstallation bei den Kunstfestspielen Herrenhausen im Jahr 2014. Quelle: Archiv
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Hannover

Avantgarde trifft auf Tradition - in diesem Spannungsfeld hat Elisabeth Schweeger die „Kunstfestspiele Herrenhausen“ angesiedelt und konsequent verortet. Kunst jenseits der Norm. Mit diesem Credo verabschiedet sie sich auch von ihrem Publikum. Und präsentiert ein Programm, in dem Kunst und Eigensinn auf besondere Weise zusammenklingen. Mit drei Schwerpunkten setzt das Festival unterschiedliche Akzente. Zum Auftakt rückt das Theaterland China in den Mittelpunkt. Wie geht das Reich der Mitte in Zeiten des Turbokapitalismus jenseits der „Musicalisierung“ mit seiner reichen Theatertradition um? Zwei höchst unterschiedliche Künstler, Danny Yung aus Honkong und Xiao Ke aus Shanghai, sind am 30. („Flee by Night“) und 31. Mai („We apologize to inform you“) zu Gast, vorab, am 30. Mai, 19 Uhr, gibt es ein Einführungsgespräch in der Orangerie. Mit Künstlern wie Igor Levit („It makes a long Time man feel bad“ am 3. Juni) oder Cameron Carpenter („Vanitas“ am 4. Juni) stehen Tasteninstrumente im Fokus, Musik „gegen den Strich“ des Rock-Rebellen Frank Zappa, gespielt vom Ensemble Ascolta, ist am 10. Juni zu hören.

Um den Reichtum der menschlichen Stimme dreht sich der dritte Themenschwerpunkt. Zu den Höhepunkten zählt der spektakuläre Klangmarathon „Salto Vocale“ (Bild) am 5. Juni von 17 Uhr bis Mitternacht im Galeriegebäude und in der benachbarten Orangerie. Während die Sänger Terry Wey und Ulfried Staber innerhalb von sieben Stunden alle 40 Stimmen einer Renaissance-Motette übereinander stapeln, treffen der „Extremvokalist“ David Moss, der vom Jodeln inspirierte Schweizer Sänger Christian Zehnder und der Mädchenchor Hannover mit anderen Klangkünstlern zusammen - das Publikum kann zwischen beiden Orten flanieren.

Zum Finale am 13. und 14. Juni kommen der belgische Künstler Jan Lauwers und seine Needcompany mit dem Musiktheater „The blind Poet“ in die Orangerie - und erfinden dort die Weltgeschichte neu.

Karten unter Telefon (0 18 06) 57 00 70.

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