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Kultur überregional Grebes zweiter Streich
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00:00 31.10.2014
Hurra, hurra, der Bus ist da (von links): Günther Harder, Rainald Grebe, Christoph Müller, Jens Karsten Stoll, Johanna Bantzer und Oscar Olivo. Quelle: Karl-Bernd Karwasz
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Hannover

Rainald Grebes „Das Anadigiding“ geht ins zweite Jahr, das Projekt ist als eine drei Jahre laufende theatrale Langzeitstudie angelegt. Es geht um den großen Medienumbruch, in dem wir uns gerade befinden. Wir sind mitten im Wechsel von analog zu digital, also mitten im Anadigiding. Viele erinnern sich noch an die Zeit, als man mit Wählscheibentelefonen kommunizierte und mehrheitlich mit der Hand schrieb. Heute aufwachsende Generationen können sich ein Leben ohne Smartphone und Computer gar nicht mehr vorstellen. Wie kann man dem Thema mit den Mitteln des Theaters gerecht werden?

Erst einmal, indem es sich länger als nur in einer Produktion damit auseinandersetzt. Ende der vergangenen Saison flossen die ersten Rechercheergebnisse in der digitalen Welt in die große Bühnenshow „Das Anadigiding“ ein. Und jetzt? „Das Anadigiding II“. Ein anderer Modus. Hannover. Digital. Hannover. Analog. „Das Anadigiding II“ ist eine Entgrenzung. „Wir verlassen den Bühnenraum. Wir wollen Hannover kennenlernen. Mit einem Reisebus fahren wir durch die Stadt und setzen uns die Anadigibrille auf“, so beschreibt Dramaturg Johannes Kirsten das Vorhaben. „Was sehen wir? Es soll an Orte Hannovers gehen, an denen bedeutende Erfindungen gemacht, Pionierleistungen vollbracht und das Feuer der Innovation entfacht wurde. Wir wollen Hannover als Erfinder- und Technikstadt entdecken und begeben uns auf eine Zeitreise von Leibniz zum Chaos Computer Club und zurück, von Emil Berliners Grammophon bis zu Walter Bruchs PAL-System, vom Feuerlöschzug zur Tintenpatrone.“ Vier Schauspieler nehmen das Publikum als Reiseleiter in Empfang und begleiten die Gäste durch einen Teil der hannoverschen Geschichte. Wo genau sie Station machen, wird sich ab 15. November zeigen. Halten Sie Ausschau nach dem Anadigidingbus! Vielleicht fährt er direkt vor Ihrer Haustür vorbei. Oder besser noch, vertrauen Sie sich den Reiseleitern vom Schauspiel Hannover an und fahren Sie mit. Das Hopp-on-hopp-off-Erlebnis 4.0.

Abfahrt des Busses vor dem Theater Prinzenstraße 9. Achtung, begrenzte Platzanzahl! Reservieren Sie frühzeitig!

Premiere: 15. November, 19.30 Uhr, Treffpunkt: 19.15 Uhr, Foyer Schauspielhaus

31.10.2014
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