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Kultur überregional Rea Garvey, stolz wie Bolle
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07:16 23.01.2015
Von Uwe Janssen
Foto: Diesmal war er solo in Hannovers größter Veranstaltungshalle: Rea Garvey.
Diesmal war er solo in Hannovers größter Veranstaltungshalle: Rea Garvey. Quelle: Wilde
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Hannover

Er war schon mal an diesem Punkt: Mit Reamonn füllte Rea Garvey große Hallen, dann legte er als Solokünstler nochmal von vorn los. Dann kam „The Voice of Germany“, es kamen gute, stimmige Alben, jetzt ist er wieder auf der gleichen Erfolgsleitersprosse.

Ein bisschen scheint er immer noch mit dieser Hallengröße zu fremdeln. Aber, „hm, ich lieb' es ja auch“. Garvey ist ein Club-Typ. Er singt melodischen Rockpop, er hat irische Folkmusikwurzeln, und er plaudert gern – da versendet sich manches in der großen Sporthalle.

Aber Garvey kann auch Rampensau. Nachdem er anderthalb Songs allein zur Gitarre vor dem Bühnenvorhang gesungen hat und seine Band sichtbar wird, macht er den dynamischen „Are you ready“-Animateur. Er stellt sich sogar auf eine erhöhte, präsentiertellerartige Rundplattform am Bühnenrand. Und so mischt sich Großkonzert mit familiärem Ton, irgendwie ist alles freundlich, man findet sich kreuz und quer durch den Saal gut an diesem Abend.
 
Noch besser kommt alles an, was er zum Thema „The Voice“ sagt. Es sind schon eine Menge Fernsehgucker im Saal. Entsprechend groß ist der Jubel, als die aus der Castingshow bekannte Lina Arndt neben ihm auf dem Präsentierteller auftaucht und mit Garvey das schöne Duett „Hurt“ singt. Er weiß, dass er dem Format einiges zu verdanken hat. Er nimmt ein Stück TV mit auf Tour, und sie feiern ihn dafür. Laut.

Sein Hit „Can't stand the Silence“ Mitte des Konzerts ist noch wahrer als sonst. Und bei „Wild Love“ kann die Party dann richtig losgehen.