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Kultur überregional Science-Fiction im Ballhof
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00:00 27.03.2015
BU
Quelle: Katrin Ribbe
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Hannover

Wer manchmal den Eindruck hat, dass sich in seinem Umfeld jemand benimmt, als käme er von einem anderen Stern, dem sei versichert - das kann durchaus der Fall sein. Diese Erfahrung macht auch der 14-jährige David, der die Sommerferien auf dem Bauernhof seines Vaters verbringt. Dieser arbeitet als Jugendpsychiater und hat einen interessanten Neuzugang, der David sofort den Kopf verdreht. Doch Zelda ist nicht nur schön, sondern auch ziemlich verrückt. Sie behauptet, vom Planeten Vahalal mit einer Mission auf die Erde geschickt worden zu sein: Sie soll ihren Auserwählten, Johnny Depp, finden und auf ihren Heimatplaneten bringen. Um in Zeldas Nähe zu sein, beschließt David, ihr zu helfen, und lässt sich auf ein wahnwitziges Abenteuer ein. Unterstützt wird das ungleiche Paar von Davids Stiefschwester Malou, die über dubiose Kontakte zur Welt der Reichen und Schönen verfügt. Die Suche wird schnell zur Flucht. Nicht nur die Polizei sucht nach der getürmten Zelda, sondern auch eine wilde Horde ehemaliger Vahalalianerinnen, die nach ihrer gescheiterten Mission auf der Erde weiterleben mussten und nun mit Zeldas Schlüssel die Möglichkeit erhalten, zurückzukehren. Viel Zeit bleibt ihnen allen nicht, denn in weniger als drei Tagen verliert der Schlüssel seine Gültigkeit, und dann kann auch Zelda nicht mehr zurück. Eine Vorstellung, die David gar nicht so schlecht findet. Gary Gishlain, der Autor des Romans „Wie ich Johnny Depps Alien-Braut abschleppte“, ist spezialisiert auf Fantastisches. In seinen Geschichten und Büchern spielen oft Vampire oder Aliens eine der Hauptrollen - neben den jugendlichen Helden, versteht sich. Aufgewachsen zwischen Paris und der französischen Riviera, studierte Gary Gishlain Literatur und Linguistik in Paris. Unmittelbar nach dem Abschluss packte er seine Sachen und reiste um die halbe Welt. Er lernte Boxen und schrieb Jugendbücher, letzteres tut er bis heute. Dass es dieses nun auf die Bühne geschafft hat, ist für ihn äußerst vielversprechend. „Ich wusste immer, dass Zelda und David die Seiten des Buches verlassen. Sie sind so lebhaft und auf eine verrückte Art miteinander verbunden, dass sie zusammen einfach sehr oft komisch sind. Ich bin mir sicher, dass die Interaktion der Schauspieler den Figuren noch viel mehr lustige und berührende Momente schafft und sie über das Buch hinauswachsen werden.“ Das will zweifelsohne auch Regisseur Lars-Ole Walburg, der erstmals im Ballhof inszeniert. Für eine große Lebendigkeit der Figuren sorgt die verhältnismäßig kleine Besetzung. Jonas Steglich (David), Sophie Krauß (Zelda) und Sarah Franke (Malou) wechseln in Sekundenschnelle die Rollen, sobald ein Polizist, ein Elternteil Davids oder die wilden Vahalianerinnen auf der Bildfläche erscheinen sollen. Dabei bleibt David stets die treibende Kraft der Geschichte seiner ersten Liebe - und das in einem Alter, in dem Mädchen schon mal so wirken können, als kämen sie nicht von dieser Welt ...

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