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Kultur Armin Mueller-Stahl singt für „Löwenzahn“
Nachrichten Kultur Armin Mueller-Stahl singt für „Löwenzahn“
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06:15 27.07.2012
Von Heike Schmidt
Der heute 81-Jährige Armin-Mueller Stahl  gibt am 1. Oktober ein Benefizkonzert zugunsten des Vereins „Löwenzahn“, einem Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche in Hannover. (Archiv) Quelle: dpa
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Hannover

„Es gibt Tage…“, da verspürt man den Wunsch, doch noch mit 80 Jahren eine CD aufzunehmen - mit Liedern, die vor 45 Jahren entstanden sind. Armin Mueller-Stahl hat vor zwei Jahren mit dem Filmkomponisten und Jazzsaxofonisten Günther Fischer sowie dem Akkordeonspieler Christian Morgenstern Songs eingespielt, die er einst als junger Mann in der DDR geschrieben hatte.

Im Oktober kommt der Schauspieler nach Hannover. Im NDR gibt der heute 81-Jährige am 1. Oktober ein Benefizkonzert zugunsten des Vereins „Löwenzahn“, einem Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche in Hannover. Auf dem Programm stehen die Lieder von der CD „Es gibt Tage...“.

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In die Stadt an der Leine holt ihn Simone Henke von der Agentur kunst:gerecht. Dass Armin Mueller-Stahl sich nochmals Liedern aus längst vergangenen Zeiten widmete und diese nicht nur auf CD, sondern auch auf einer Bühne vorstellt, ist ebenfalls einer Frau zu verdanken. „Es war ein Wunsch meiner Frau, die Lieder auch mal ins Leben zu bringen“, sagt der Schauspieler.

Schon während der Produktion hätten sie entdeckt, dass einige von ihnen immer noch aktuell seien. „Plötzlich begann ich noch einmal, die Welt mit den Augen eines 35-Jährigen zu sehen. In meinem Alter sieht man Dinge, die einen früher bedrückten, locker und gelassen. Damals hingegen konnte ich alles, was mich bedrückte, in skurrilen Liedern abhandeln.“

Mit Günther Fischer nahm er die Songs nochmals auf. Die beiden Männer verbindet eine lange Freundschaft, seit 47 Jahren. „Damals hatten wir die Lieder mit einem Jazzquartett gespielt, diesmal wollten wir sie etwas sparsamer und wirkungsvoller umsetzen“, sagt Fischer. Sie seien sehr auf Reduktion bedacht gewesen. Dadurch sei etwas entstanden, das nicht nur für sich simpel, sondern zugleich einfach und substanziell war. Die Besetzung ist in der Tat schlicht: Akkordeon, Klavier und Stimme, manchmal auch ein Saxofon.

Dazu liefert Armin Mueller-Stahl eine Art Sprechgesang. Es geht um „Maries Nase“, aber auch um „Die blaue Kuh“, die ihre Milch selbst austrinkt und dem Bauern noch hinterher ruft, er solle doch zufrieden sein. Der Eimer sei nun nicht mehr so schwer zu tragen.

Das Konzert mit Armin Mueller-Stahl findet am 1. Oktober um 20 Uhr im kleinen Sendesaal des NDR, Rudolf von Bennigsen-Ufer 22 statt. Die Karten zu 39 Euro gibt es bei Laporte, im Künstlerhaus an der Sophienstraße, bei Galeria Kaufhof am Ernst August-Platz oder auch online unter www.hannover-concerts.de.

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