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22:47 09.10.2012
Er kann Cash: Gunter Gabriel. Quelle: Anastassakis
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Hannover

Gabriels Cash singt und spricht über die Drogen, den Suff und wie er fast alles kaputt machte Autos, Hotelzimmer und Beziehungen. „Ich war ganz unten.“ Er erzählt auch die Geschichte über die so große Liebe zu seiner Frau June. In Hannover spielt und singt Vasiliki Roussi eine gute, quirlige June Carter. Auch die vierköpfige Band ist toll. Das Glanzlicht aber bildet Gabriel als Cash. Es ist großartig, wie viel Herzblut der 70-Jährige aufbringt. Er will den „Man in Black“ ehren, und ein wenig auch sich selbst, den selbst ernannten Hafencowboy, der wie Cash über die singt, die es nicht leicht haben im Leben.

„Liebe Leute in Hannover, ich bin Gunter Gabriel“, sagt er, als die Show dem Ende zugeht. Er greift sich ins Haar und schleudert sein Cash-Toupet an den Bühnenrand. Er erzählt von der Freundschaft zu Cash, den er kurz vor dessen Tod noch in dessen Haus in Tennessee besuchte, vom ersten Auftritt im Aegi. Und dann singt er die Songs, die der „Man in Black“ nicht mehr live vortragen konnte. Cash hatte in seinen letzten Lebensjahren in den „American Recordings“ große Stücke von US-Künstlern neu arrangiert. Gabriel singt „Hurt“ im Original von den Nine Inch Nails, so bedrückt wie Cash, der den Song kurz nach dem Tod seiner Frau und kurz vor dem eigenen Tod einspielte.

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Mehr als 200-mal hat Gabriel bislang den Cash gegeben. „Wenn es so weitergeht, werde ich noch meine eigene Beerdigung verpassen“, sagt Gabriel.

„Hello, I’m Johnny Cash“. Zusatzshow am 24. März 2013 im Theater am Aegi. Karten ab 45,90 Euro unter (0511)9893333.

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