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17:32 23.07.2012
Foto: Der Amoklauf bei der Premiere des neuen Batman-Films hat deutsche Kinobetreiber dazu animiert ihre Sicherheitskontrollen zu verschärfen.
Der Amoklauf bei der Premiere des neuen Batman-Films hat deutsche Kinobetreiber dazu animiert ihre Sicherheitskontrollen zu verschärfen. Quelle: dpa
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Hamburg

Nach dem Amoklauf in einem US-Kino verschärfen große Kinobetreiber zur Premiere des neuen „Batman“-Films in Deutschland ihre Sicherheitskontrollen. „Unsere Sicherheitsmitarbeiter, die normalerweise vom Publikum nicht wahrgenommen werden, werden in diesen Tagen sichtbarer im Foyer der Kinos auftreten“, sagte ein Cinemaxx-Sprecher am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg. Damit solle den Besuchern ein Sicherheitsgefühl vermittelt werden. Die UCI-Kette, die in Hamburg mit drei und in Flensburg mit einem Kino vertreten ist, will ihre Einlasskontrollen verstärken. Die CineStar-Gruppe greift auf ihre üblichen Sicherheitsvorkehrungen zurück.

Bundesweiter Kinostart für „The Dark Knight Rises“ als dritter Teil des Batman-Zyklus ist Donnerstag. Für Cinemaxx hat der Vorverkauf verheißungsvoll begonnen. Nach Angaben des Sprechers ist der neue Filmstreifen bislang der stärkste der Trilogie. Bei der „Batman“-Premiere in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado hatte in der Nacht zum Freitag der 24-jährige James Holmes wahllos ins Publikum geschossen. Er wird beschuldigt, zwölf Menschen getötet und 58 weitere verletzt zu haben.

Während bei Cinemaxx Batman-Fans kostümiert kommen dürfen, bittet UCI darum, auf Verkleidungen zu verzichten. Die Tat in den USA habe schockiert und betroffen gemacht, sagte ein Sprecher des Bochumer Kinobetreibers. Cinemaxx wolle das Attentat nicht totschweigen, aber den Besuchern den Film auch nicht vergällen, sagte der Cinemaxx-Sprecher. „Im Einzelfall, nicht ohne Not, kontrollieren wir auch Taschen“, ergänzte er. Das könnte der Fall sein, wenn ein Besucher mit einer großen Sporttasche auffällt.

Die CineStar-Gruppe mit Deutschland-Sitz in Lübeck verwies auf ihre bestehenden Sicherheitsmaßnahmen in größeren Häusern. Da es bislang keine weitergehenden Informationen zu den Hintergründen der Tat in den USA gebe, sehe das Unternehmen derzeit keinen Anlass für strengere Sicherheitsvorkehrungen, sagte Geschäftsführer Oliver Fock. Die CineStar-Gruppe, die zum australischen Unterhaltungskonzern Amalgamated Holdings Limited (AHL) gehört, betreibt bundesweit 71 Kinos mit knapp 500 Leinwänden. Cinemaxx betreibt in Deutschland 31 und in Dänemark 3 Kinocenter mit rund 75.000 Plätzen.

dpa

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