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Medien & TV 16 Bundesländer, 16 Bands und ganz viel Stefan Raab
Nachrichten Medien & TV 16 Bundesländer, 16 Bands und ganz viel Stefan Raab
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22:56 12.02.2009
Von Karsten Röhrbein
Bundesbarden: Stefan Raab (Mitte) gratulierte 2008 in Hannover den Überraschungssiegern Subway to Sally. Quelle: Martin Steiner
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2005 als Konkurrenzveranstaltung zum in die Jahre gekommenen Eurovision Song Contest ins Leben gerufen, hat sich der quirlige Wettbewerb mittlerweile etabliert. Langweilig wird es aber auch bei der fünften Auflage nicht: Mit Peter Fox aus Berlin und Polarkreis 18 aus Sachsen sind immerhin zwei der erfolgreichsten deutschen Bands im Rennen.

Dass einer von ihnen aber deshalb auch gewinnt, ist – wie immer beim „Bundesvision Song Contest“ längst nicht sicher. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren mit Oomph! und Subway to Sally die Gothic- und Mittelalterrocker das Fernsehpublikum überzeugt haben, dürfte auch die Heavy-Metal-Band Rage, die für Nordrhein-Westfalen antritt, mit ihrer Durchhaltenummer „Gib dich nie auf“ Außenseiterchancen beim Wettbewerb der 16 Bundesländer haben.

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Mit der Herkunft der Bands nimmt es Organisator Raab wie immer nicht ganz so genau: Die Gruppe Fotos, die für Niedersachsen antritt, kommt eigentlich aus Hamburg. Für den „Bundesvision Song Contest“ besinnen sich einige der Rockmusiker jetzt kurz entschlossen auf ihre „niedersächsischen Wurzeln“. Ob das Quartett um Sänger Tom mit ihrer poppigen Song „Du fehlst mir“ allerdings an die Erfolge von Vorgängern wie Oomph!, Madsen oder Mousse T. anknüpfen kann, ist fraglich: Die eingängige Melodie ist zwar gut bei „When did your Heart go missing?“ von Rooney geklaut, der deutsche Text aber vermag nicht ganz zu überzeugen.

Spannend dürfte das Duell zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern werden: Das Trio Ruben Cossani aus Kiel wird heute Abend beschwingt auf den Spuren der Beatles wandeln, während Claudia Koreck „I wui, dass du woasst“ mit breitem bayerischen Dialekt vortragen wird. Szenestar Olli Schulz hingegen versucht es mit der ausgefallenen Tanznummer „Mach den Bibo“. Auch wenn „Schwarz zu blau“ deutlich düsterer daherkommt, geht auch der Beitrag von Seeed-Sänger Peter Fox für Berlin direkt in die Beine. Fox hat übrigens noch einen Vorteil vor vielen Konkurrenten: Er kommt wirklich aus der Hauptstadt.

12.02.2009
11.02.2009