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Medien & TV ARD und ZDF verzichten auf Live-Spiele von Eishockey-WM
Nachrichten Medien & TV ARD und ZDF verzichten auf Live-Spiele von Eishockey-WM
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12:51 05.05.2010
Mit dem Spiel Deutschland gegen USA wird die WM am Freitag in der Schalke-Arena eröffnet. Am Dienstag testeten die Deutschen bereits gegen Kanada.
Mit dem Spiel Deutschland gegen USA wird die WM am Freitag in der Schalke-Arena eröffnet. Am Dienstag testeten die Deutschen bereits gegen Kanada. Quelle: dpa
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Von dieser Resonanz kann der Deutsche Eishockey- Bund (DEB) bei seiner Heim-Weltmeisterschaft nur träumen. Weltweit rechnet der Rechteinhaber Infront mit 650 Millionen TV-Zuschauern bei dem Großereignis, das an diesem Freitag mit dem erhofften „Weltrekord-Spiel“ Deutschland - USA in der Schalke-Arena eröffnet wird. Anders als bei der Fußball-WM 2006 und der Handball-WM 2007 verzichten ARD/ZDF auf Live-Übertragungen von einem WM-Turnier im eigenen Land. Die Puckjäger flitzen beim Spartensender Sport1 über das Eis. Für das ehemalige DSF sind Quoten von mehr als einer Million Zuschauer bereits ein Riesenerfolg.

„Unser Vermarkter Infront hat mit den öffentlich-rechtlichen Sendern verhandelt. Jetzt sind wir froh, dass wir bei Sport1 sind“, berichtete DEB-Sportdirektor Franz Reindl über die Schwierigkeit, den schnellen Mannschaftssport ins rechte Bild zu setzen. Auch im Vorjahr zeigte das DSF die Eishockey-WM. „Obwohl die letzte WM nicht so lief, wie wir es uns vorstellten, bin ich zum ersten Mal in fünf Jahren auf der Straße angesprochen worden. Den Spielern ging es auch so. Und warum? Weil wir Medienpräsenz hatten“, erklärte Bundestrainer Uwe Krupp im Interview der Verbandszeitung „Sportjournalist“.

Allerdings wären auch für Krupp ARD und ZDF als Plattform wichtig gewesen. „Und ja: Es hilft, wenn wir uns auch ohne Helm zeigen können“, verwies der Coach auf ein weiteres Medienproblem. Neben dem fehlenden sportlichen Erfolg - das schwache Olympia-Abschneiden des DEB-Teams in Vancouver war keine Empfehlung für mehr TV-Eishockey - sind selbst namhafte deutsche Spieler wie NHL-Profi Marco Sturm einem breiten Sport-Publikum kaum bekannt. Unter ihren Helmen kann man die Eishockeyspieler schlecht erkennen.

Ungeachtet dieser Probleme hofft Sport1, dass mit dem Auftaktmatch der Funken auf die TV-Zuschauer überspringt. Bis zu 30 Live-Spiele sind vorgesehen. Der Sender zeigt alle Vorrundenspiele der deutschen Gruppe D mit den Gegnern USA, Finnland und Dänemark, mindestens neun Zwischenrundenspiele, die Viertelfinalspiele in der Konferenz, sowie die Halbfinals und das Endspiel am 23. Mai in Köln. Der genaue Plan wird nach Abschluss der Vorrunde festgelegt.

Der größte Aufwand wird beim Auftaktspiel Deutschland - USA am Freitag betrieben. Insgesamt vier Stunden überträgt Sport1 rund um das Match, zu dem 76 152 Zuschauer in Gelsenkirchen erhofft werden. WM-Kommentatoren sind Marc Hindelang und Peter Kohl, als Experten kommen der 126-malige Nationalspieler Erich Goldmann und Eishockey- Idol Erich Kühnhackl zum Einsatz.

Der Pay-TV-Sender Liga total zeigt zudem das Eröffnungsspiel im 3- D-Verfahren mit neun Kameras. Neben einer Führungskamera und einer Funkkamera sollen vor allem die beiden Hintertor-Chipkameras und zwei SportsCams für spektakuläre Bilder sorgen. Um den WM-Auftakt dreidimensional sehen zu können, benötigen die Zuschauer ein HD-Abo des Telekom-Pay-TV-Kanals, ein 3-D-fähiges Fernsehgerät sowie eine 3-D-Brille.

dpa

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