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Nachrichten Medien & TV Spenden für Flüchtlinge bei Hasskommentaren
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19:43 23.10.2015
Foto: Die Kampagnenbilder der Aktion sind bissig und ironisch. Dieses trägt den Titel "Das gibt aber kein 'Like' vom Führer.
Die Kampagnenbilder der Aktion sind bissig und ironisch. Sie können über die offizielle Facebookseite von "Hass hilft" heruntergeladen werden. Quelle: www.hasshilft.de
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"Damit spenden alle Hasser und Hetzer praktisch gegen sich selbst", hieß es am Freitag auf der Kampagnen-Website hasshilft.de. Seit Monaten steht Facebook in der Kritik, weil Nutzer des Netzwerks ungebremst Hetze gegen Ausländer und andere Minderheiten verbreiten können. Grundsätzlich geändert hat sich an dem Problem bisher nichts, immerhin gehört Facebook nun selbst zu den Geldgebern von "Hass hilft".

Neben dem US-Unternehmen sponsert auch der Hamburger Fußballverein FC St. Pauli die Kampagne. Weitere Firmen wie der Abo-Sender Sky Deutschland stellen Sachmittel zur Verfügung, um den Spendentopf aufzufüllen. Aus diesem Topf wandert pro gemeldetem Hasskommentar ein Euro an die Flüchtlings-Hilfsorganisation "Aktion Deutschland hilft" sowie an die Aussteiger-Hilfe für Neonazis, EXIT Deutschland.

Wer möchte, kann den Topf zusätzlich mit einer Privatspende weiter auffüllen, der aktuelle Spendenstand wird auf www.hasshilft.de gezeigt. Auf der Website sind die gefundenen Hass-Kommentare in einer Art Liveticker zu sehen. Zudem gibt es eine Top-Ten-Liste mit den meistgemeldeten Hass-Kommentatoren. Die Namen dieser Facebook-Nutzer sind allerdings anonymisiert.

Weltweite Aufmerksamkeit mit Spendenmarathon

Unterstützer können sich ferner Kampagnenbilder, so genannte Memes, herunterladen, um auf ihrer eigenen Facebook-Seite für die "unfreiwillige Online-Spendenaktion" zu werben. Auf einem dieser Bilder heißt es bissig in altdeutscher Schrift: "Dafür gibt es kein Like vom Führer". Ein anderes Meme erklärt ironisch: "Da kann man ruhig nationalstolz drauf sein".

Hinter der inzwischen mehrfach preisgekrönten Aktion "Rechts gegen Rechts" steht das Berliner Zentrum für Demokratische Kultur (ZDK). "Rechts gegen Rechts" hatte weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt, als die Gruppe erstmals im Herbst 2014 einen Spendenmarathon für Neonazis auf die Beine gestellt hatte. Bei einem rechten Aufmarsch im nordbayerischen Wunsiedel spendeten Firmen für jeden Meter, den die Teilnehmer zurücklegten, Geld an EXIT-Deutschland. Die Aktion haben die Macher seitdem bei anderen Anlässen wiederholt. Mehr als 22.000 Euro kamen so bisher zusammen.

afp

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