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08:54 11.09.2013
Von Frerk Schenker
Bunt und billig(er): Apple hat in Cupertino seine neue iPhone-Generation vorgestellt. Quelle: dpa
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Cupertino

Es ist eine Abkehr von der Firmenphilosophie der vergangenen Jahre, die Tim Cook an diesem Abend verkündet: Die Apple-Welt ist ab sofort nicht nur wieder viel bunter, sondern auch ein bisschen günstiger. Bereits ab 99 Dollar mit Vertrag soll das neue iPhone 5C in den USA zu haben sein, das der Apple-Chef am Dienstagabend in Cupertino zusammen mit dem neuen Spitzenmodell iPhone 5S vorstellte. Beide kommen in der kommenden Woche in die Läden.

Statt in Glas-Aluminium-Optik mit Schwarz und Weiß gibt es das neue 5C als knallbunte Plastikversion. Blau, Grün, Gelb, Pink und Weiß sollen die Käuferscharen künftig in die Apple-Läden locken – neue Käuferscharen wohlgemerkt. Denn mit dem Billig-iPhone will Apple in die Schwellenländer vordringen – auf einen Markt, den der einstige Branchenprimus bislang vernachlässigt hatte. Vor allem in China und Indien setzt Konkurrent Samsung dem US-Konzern zu und baut seine Position als Nummer eins bei Smartphones weiter aus. Bis Ende des Monats will Apple zwar weltweit 700 Millionen mobile Geräte verkauft haben, die Konkurrenz ist aber schon deutlich weiter. So vermeldete Google vor wenigen Tagen, weltweit seien mehr als eine Milliarde Geräte mit Android aktiviert worden – darunter besonders viele Samsung-Produkte.

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Mit dem Billigsmartphone, das technisch identisch mit dem Vorgänger iPhone 5 ist, will Apple das Ungleichgewicht wieder zu seinen Gunsten verschieben. Ob das Preisargument ausreicht, muss sich aber erst noch zeigen. Ohne Vertrag ist das Plastik-iPhone mit 599 Euro nur rund 100 Euro günstiger als das Spitzenmodell 5S. Die preiswertesten Geräte der Konkurrenz kosten noch immer deutlich weniger. Allerdings weisen Branchenkenner darauf hin, dass die neue Preisdifferenez den Mobilfunkbetreibern künftig mehr Spielraum bei subventionierten Vertragsangeboten lässt.

Durch die Vorstellung des Billigmodells in den Hintergrund gedrängt wurde das neue Flaggschiff des Konzerns: das Spitzenmodell 5S. Äußerlich ist es mit dem Vorgänger identisch, es hat aber eine bessere Kamera und einen doppelt so schnellen Chip. Zu den neuen Geräten bringt Apple in einer Woche das komplett überarbeitete Betriebssystem iOS 7 auf den Markt.

Eine Neuerung dürfte wegen der Schnüffelaffäre um die US-Geheimdienste besonders aufhorchen lassen: Das iPhone 5S erkennt seinen Besitzer mithilfe eines speziellen Fingerabdrucksensors. Der Fingerabdruck wird dabei verschlüsselt auf dem Handy gespeichert – und keinen anderen Programmen zugänglich gemacht, versichert Apple.

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