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Medien & TV Aus für „Scripted Reality“-Formate: RTL verändert Programm radikal
Nachrichten Medien & TV Aus für „Scripted Reality“-Formate: RTL verändert Programm radikal
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14:32 28.02.2019
RTL will in Zukunft auf neue Formate setzen. Quelle: Henning Kaiser/dpa
Köln

Der Nachmittag bei RTL stand über Jahrzehnte lang im Zeichen der „Scripted Reality“. Von Gerichtsshows wie „Das Familiengericht“ zu Beginn der Nullerjahre über Familien-Formate wie „Mitten im Leben“ und „Familien im Brennpunkt“ bis hin zu „Der Blaulicht Report“ und anderen Krimi-Sendungen – die Pseudo-Dokus bescherten dem Kölner Sender stets stabile Tagesquoten.

Doch mit dem Abgang von Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann, der das Unternehmen im Januar nach 27 Jahren verließ, endet offenbar auch die Ära der Doku-Soaps mit Regie und Drehbuch.

„Scripted Reality hat für uns keine Zukunft mehr“, sagte nun der Daytime-Chef Thorsten Gieselmann im Gespräch mit „DWDL“. Ab Herbst soll das Programm am Nachmittag neu aufgestellt werden. Für Formate wie „Meine Geschichte – Mein Leben“, das aktuell zwei Stunden Sendezeit füllt, werde dann kein Platz mehr sein.

Vorbild „Bares für Rares“?

Formate der „gescripteten Realität“ beherrschen vor allem das Programm der Privatsender. Die Sendungen sind dem Reality-TV zuzuordnen. Den Zuschauern wird dabei allerdings nur suggeriert, dass es sich um wahre Geschichten und Charaktere handelt. Stattdessen halten sich Schauspieler an ein festes Drehbuch und Regieanweisungen. Szenerie, Kameraführung und die Handlung erinnern dabei an Reportageformate.

Stattdessen setzt RTL auf Formate wie die Trödelshow „Die Superhändler“. Kein Wunder, denn das ZDF-Original „Bares für Rares“ beschert dem Zweiten seit Jahren überzeugende Nachmittagsquoten. Mit „Vorher – Nachher“ von Constantin Entertainment startet zudem ein Show, bei der Protagonisten in Sachen Styling, Haus und Garten von einem Expertenteam beraten werden – und das alles ohne festes Drehbuch und Laiendarsteller.

Von RND/mkr

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