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Medien & TV "Battlefield 3" trumpft im Mehrspielermodus auf
Nachrichten Medien & TV "Battlefield 3" trumpft im Mehrspielermodus auf
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08:43 09.11.2011
Die Grafik in "Battlefield 3" ist beängstigend realistisch. Quelle: Electronic Arts
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„Battlefield 3“ ist wohl eines der am meisten erwarteten Spiele dieses Jahres, und es hat bei den Kritikern sehr gut abgeschnitten - aber wurde von den Fans in Online-Versandhäusern mit negativen Wertungen überschüttet. Schuld daran ist „Origin", die neue Spieleplattform von Electronic Arts, die Voraussetzung für „Battlefield 3“ ist. Das Programm wurde von Fans und Medien kritisiert, weil es zahlreiche Ungereimtheiten in den Nutzungsbedingungen und dem Endbenutzer-Lizenzvertrag aufwies. EA hat die Bedingungen daraufhin geändert, und die Wogen haben sich geglättet: Allein in der ersten Woche ging das Spiel weltweit mehr als fünf Millionen mal über den Ladentisch.

Während die „Battlefield“-Reihe beim taktischen Multiplayer seit Jahren als Referenz gilt, standen die Einzelspielermodi der Serie immer im Hintergrund. Das hat sich mit „Battlefield 3“ geändert, denn diesmal wurde der Fokus auch auf die Solo-Kampagne gelegt. Die stereotype Geschichte um Terroristen und Atombomben wird in Rückblenden erzählt und umfasst etwa sechs Spielstunden. In zwölf Missionen schlüpft man in die Rolle dreier Soldaten und kämpft unter anderem im Irak, in Paris und in New York gegen Terroristen. Straßen- und Häuserkämpfe wechseln sich dabei ab, wobei die Level stets sehr begrenzt sind - dafür werden in „Battlefield 3“ viele actionreiche Szenen ausgelöst. So stürzt bei einem Erdbeben vor den Augen des Soldaten ein Hochhaus zusammen, oder er muss auf einen fahrenden Zug aufspringen, um eine Bombe zu entschärfen. Abwechslung vom Shooter-Gamplay aus laufen, schießen, Deckung suchen und nachladen bieten kurze, simple Kampfsequenzen, bei denen bestimmte vorgegebene Tasten gedrückt werden müssen - und natürlich die Fahrzeugmissionen. Dabei steigt der Soldat in einen Kampfjet oder jagt in einer Panzerkolonne durch die Wüste. Leider setzt „Battlefield 3“ in der Solo-Kampagne nicht auf die Stärken der Serie, etwa die großen Schlachtfelder, eine komplett zerstörbare Umgebung oder eine freie Fahrzeugwahl. Dadurch ähnelt der Titel seinem Konkurrenten „Call of Duty“ sehr - eine verschenkte Chance, denn besser als der Rivale wird „Battlefield 3“ in diesem Segment dadurch nicht.

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Die meisten Fans werden sich jedoch gleich in die riesigen Mehrspielerpartien stürzen. Bis zu 64 Spieler kämpfen auf dem PC gleichzeitig auf dem Schlachtfeld, auf den Konsolen ist die Spielerzahl auf 24 begrenzt. Auf neun Karten übernimmt jeder Spieler eine von vier Klassen: Sturmsoldat, Pionier, Unterstützung oder Aufklärer. Jede dieser Klassen hat in einer Partie spezifische Aufgaben. So ist der Sturmsoldat auch als Sanitäter im Einsatz, und der Pionier kann Fahrzeuge reparieren. Dazu stehen fünf Modi stehen zur Auswahl. In Rush bzw. Squad-Rush muss ein Team Funkstationen zerstören, während das andere Team das verhindern muss. In Eroberung müssen beide Teams möglichst viele Flaggenpunkte besetzen, und in Team Deathmatch kämpfen die Mannschaften ohne speziellen Auftrag gegeneinander. Der Clou bei „Battlefield 3“ ist wieder das taktische Teamplay: Besonders in Rush und Eroberung müssen sich die Spieler auf dem virtuellen Schlachtfeld absprechen, um erfolgreich sein.

Ein weiteres Highlight von „Battlefield 3“ ist die Technik. Die Grafik auf dem PC ist das Beste, was die Branche derzeit zu bieten hat: Die scharfen Texturen, die flüssigen Animationen und die Licht- und Partikeleffekte lassen die Spielwelt geradezu beängstigend realistisch erscheinen. Dazu trägt auch die Soundkulisse bei, deren druckvolle Waffen- und Bewegungsgeräusche und die dezente elektronische Musikuntermalung besonders auf Surround-Systemen zur Geltung kommen.

Für Shooter-Fans, die ihre Zeit am liebsten im Mehrspielermodus verbringen, ist „Battlefield 3“ die erwartete Referenz. Wer sich nur für die Solo-Kampagne interessiert, sollte jedoch überlegen, ob ihm die sechs Stunden das Geld wert sind.

„Battlefield 3“ gibt es für Xbox360, PlayStation 3 und den PC. Es ist ab 18 Jahren freigegeben und kostet etwa 50 Euro.

jhf