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Medien & TV Der Dunkle Ritter kehrt phänomenal zurück
Nachrichten Medien & TV Der Dunkle Ritter kehrt phänomenal zurück
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18:27 10.11.2011
Batman muss in Arkham City für Ordnung sorgen. Quelle: Warner Bros.
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Umsetzungen von Filmen oder Comics haben im Videospielbereich keinen guten Ruf. Zu oft haben sich die Entwickler auf dem Namen der Lizenz ausgeruht und durchschnittliche Spiele präsentiert. Doch dann kam Batman. Was Christopher Nolan im Filmbereich mit "Batman Begins" und "The Dark Knight" geschafft hat – den Ruf von Batman zu retten –, ist im Jahr 2009 auch dem Entwickler Rocksteady Studios gelungen. „Batman: Arkham Asylum“ war nicht nur eine gelungene Comic-Umsetzung, sondern ein hervorragendes Actionspiel. Für den gerade erschienenen Nachfolger „Batman: Arkham City“ sind die Erwartungen nun also deutlich höher. Und sie werden erfüllt.

Die wichtigste Neuerung in der Fortsetzung merkt man gleich zu Beginn des Spiels. Nachdem Bruce Wayne von Dr. Hugo Strange entführt und nach Arkham City verschleppt wurde, befreit sich Wayne aus seiner Gefangenschaft und setzt sich seine Maske auf. Dabei blickt er vom Dach eines Hochhauses auf Gothams Stadtteil Arkham City herunter. Während der Vorgänger auf die Nervenheilanstalt Arkham Asylum begrenzt war, kann Batman sich nun in einer offeneren Welt bewegen – allerdings fungiert Arkham City als Megagefängnis, in dem sich zahlreiche bekannte Widersacher von Batman aufhalten, etwa Pinguin, Two Face, Bane und natürlich der Joker. Batman muss nun für Ordnung in dem kriminellen Stadtteil sorgen und herausfinden, was Hugo Strange und der Joker im Schilde führen.

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Das Spielprinzip bleibt dabei erhalten. Batman kämpft gegen seine Widersacher, löst mit Hilfe seiner Gadgets Rätsel und bewältigt Aufgaben, die ihm im Laufe der Handlung aufgetragen werden – so befreit er Geiseln oder bahnt sich den Weg durch den Stadtteil, um seinen Feinden das Handwerk zu legen. Bei den Kämpfen muss Batman jedoch vorsichtig vorgehen. Er kann es zwar im Faustkampf mit einer Überzahl an Gegnern aufnehmen, bewaffnete Schergen muss er dagegen aus dem Hinterhalt attackieren. Dabei hilft ihm wie im Vorgänger der Detektiv-Modus, mit dem Batman durch Wände gucken oder manipulierbare Objekte in der Spielwelt erkennen kann.

Sowohl im Kampf als auch beim Lösen der zahlreichen Rätsel greift Batman darüber hinaus auf sein umfangreiches Gadget-Arsenal zurück. Neben dem Batarang verfügt Batman in „Arkham City“ auch über ein Batseil, mit dem er Abgründe überwinden kann, und über diverse Gegenstände, mit denen er etwa die feindlichen Schusswaffen deaktivieren oder Stromkreise manipulieren kann. Seine Ausrüstung kann Batman wieder verbessern, indem er mit Erfahrungspunkten bezahlt, die er für gelöste Aufgabe oder besiegte Gegner bekommt.

Insgesamt lassen sich mehr als 30 Stunden in Arkham City verbringen. Neben den Hauptmissionen gibt es zusätzlich hunderte Rätsel des Riddlers zu lösen und den Challange-Modus, in dem Batman bestimmte Missionen möglichst effizient erfüllen muss. Dem Spiel liegt darüber hinaus ein Code bei, mit dem sich Episoden herunterladen lassen, in denen Catwoman die Hauptrolle spielt. Diese kurzen Missionen ergänzen die Handlung und zeigen Perspektiven, die Batman verborgen bleiben. Und nachdem das Spiel durchgespielt ist, lässt es sich erneut starten, wobei Batman über all seine Ausrüstung verfügt und die Gegner stärker sind.

Damit schafft es der neue Teil, den hervorragenden Vorgänger sogar noch zu übertreffen: „Batman: Arkham City“ ist ein Meisterwerk.

Batman: Arkham City“ gibt es für die Xbox360 und die PlayStation 3. Es ist ab 16 Jahren freigegeben und kostet etwa 55 Euro. Die PC-Version soll am 25. November erscheinen.

jhf