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Medien & TV „Dishonored“ bringt frischen Wind ins Actiongenre
Nachrichten Medien & TV „Dishonored“ bringt frischen Wind ins Actiongenre
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20:41 27.10.2012
Die Spielwelt in "Dishonored: Maske des Zorns" ist wunderbar designt. Quelle: Bethesda
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Hannover

In dem First-Person-Actionspiel schlüpft der Spieler in die Rolle von Corvo Attano, dem Leibwächter von Kaiserin Jessamine. Zu Beginn des etwa zwölf Stunden langen Abenteuers kann Corvo ein Attentat auf seinen Schützling nicht verhindern. Und nicht nur das – er muss der Entführung der Tochter von Jessamine tatenlos zusehen und wird als Attentäter gebrandmarkt. Der Auftrag ist klar: Corvo muss fliehen, die Tochter retten und die wahren Täter finden und zur Strecke bringen.

Das Vorgehen bleibt dabei dem Spieler überlassen: Ob er sich den Weg brachial mit Pistolen freischießt, schleichend und mit dem Messer meuchelnd vorgeht oder das Spiel beendet, ohne eine einzige Person zu töten – alles ist möglich und führt zu zwei unterschiedlichen Endsequenzen, was den Wiederspielwert erhöht.

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Das andere Merkmal neben der Wahl zwischen dem stürmenden oder dem schleichenden Vorgehen, das „Dishonored“ von anderen Actionspielen abhebt, sind die Spezialfähigkeiten. Die Teleportfunktion erlaubt Corvo, sich auf ungewohnte, aber spannende Weise in der Spielwelt fortzubewegen. Dazu kann er Rattenschwärme beschwören, die sich auf die Gegner stürzen, er kann die Zeit verlangsamen, durch Wände gucken oder in die Körper von Tieren springen.

Abgesehen von den abwechslungsreichen Spielelementen macht allein das Erforschen der Spielwelt Spaß. Die künstlerisch-comichaft designte Stadt Dunwall erinnert an eine viktorianische Version von London mit Steampunk-Elementen, in der pseudomoderne Roboter durch altmodische Häuserreihen patrouillieren.

Mit den Schleich-Elementen, der wunderbar designten Spielwelt und den zahlreichen Entscheidungsmöglichkeiten erinnert „Dishonored“ an Spieleklassiker wie „Thief“, „Bioshock“ und „Deus Ex“ – und schafft es dennoch ohne Probleme, als eigenständiges Spiel wahrgenommen zu werden. Harvey Smith ist damit ein neuer Hit gelungen, der hoffentlich so gut einschlägt, dass es bald ein „Dishonored“ mit einer Zahl im Titel gibt.

„Dishonored: Die Maske des Zorns“  gibt es für PC, Xbox 360 und Playstation 3. Es ist ab 18 Jahren freigegeben und kostet etwa 50 Euro.

jhf